Freitag, 26 Juni 2026

Um 1.30 Uhr verließen wir Königswinter, ohne dass wir davon etwas mitbekommen hätten. Heute Vormittag stand eigentlich ein Besuch der Städtchens Boppard auf dem Programm, das wir bereits von einem Besuch im Jahr 2021 kannten. Bis dahin genossen wir in unserer angenehm klimatisierten Kabine die Außenansichten, die der malerische Mittelrhein für uns bereithielt, u.a. das beeindruckende Schloss Stolzenfels. Unser schwimmendes Komfort-Hotel glitt an Rhens und Braubach vorbei und um 9.30 Uhr war das Schiff in Boppard festgemacht und die ersten Passagiere verließen die Anesha, um einen Stadtbummel zu unternehmen. 

Wir hatten das ursprünglich auch geplant, dann kam allerdings eine Durchsage unserer Kreuzfahrtleiterin, die uns mitteilte, dass die Anlegestelle wegen Niedrigwasser sofort verlassen werden müsste. Die ganze Aktion war etwas merkwürdig und schwer nachvollziehbar, zumal die Anesha bereits im so genannten "Päckchen" mit einem anderen Schiff festgemacht war. Aber nun mussten wir die neue Lage akzteptieren. Nur wenige Kilometer weiter in Bad Salzig legte die Anesha erneut an. Der Ort war so klein und unscheinbar, dass nicht einmal unsere Kreuzfahrtleiterin Informationen zum Ort hatte. Gleich das erste Foto, das ich machte, war wenig verheißungsvoll, es zeigt das Rhein-Hotel oder besser gesagt das, was noch davon übrigblieb! Über Google fand ich heraus, dass es einen Kurpark geben soll, der sich fußläufig in etwa eineinhalb km Entfernung befindet. Trotz der großen Hitze von etwa 37 Grad machte ich mich dann auf den Weg, musste aber feststellen dass es in Bad Salzig tatsächlich nichts gab, was sehenswert wäre. Nach einer Stunde kehrte ich völlig verschwitzt zum Schiff zurück und gönnte mir erst einmal eine kalte Dusche. Das Mittagessen nahmen wir im Bistro am Heck ein. Hier wurde uns ein riesiger Hamburger mit Pommes Frites serviert, der ausgezeichnet schmeckte. 

Zurück auf der Kabine bestaunten wir die vorbeiziehenden Landschaften des oberen Mittelrheintals. Wir passierten unter anderem den sagenumwobenen Loreleyfelsen und viele bekannte Schlösser und Burgen. In der Panorama Lounge wurde ein Loreley Cocktail serviert, den wir uns nicht entgehen ließen. Zwischenzeitlich hatten wir in Rüdesheim angelegt, wo wir heute unseren ersten Ausflug unternehmen würden. Nach dem Abendessen verließen wir das Schiff und stiegen in eine bereitstehende Bimmelbahn in der es britend heiß war und in der wir auch noch ordentlich durchgerüttelt wurden. Bei der anschließenden etwa 30 minütigen Stadtrundfahrt spürten wir auch die Knochen und Rippen, von denen man gar nicht wusste, dass man sie überhaupt hat. Nach diesem wahrlich aufrüttelnden Erlebnis machten wir Halt am Brömserhof. Hier starteten wir eine musikalische Zeitreise in Siegfrieds Musikkabinett, wo uns auf unterhaltsame und teils witzige Weise viele originelle sogenannte Orchestrions vorgestellt wurden.

Dieser erste Ausflug dauerte bis ca. 21.00 Uhr und als wir abgeholt wurden, standen schon weitere Gruppen parat, die ebenfalls noch ins Musikkabinett drängten. Auf der Rückfahrt durch die Gassen von Rüdesheim kamen wir noch an der berühmt-berüchtigten Drosselgasse vorbei, die wir bei einem früheren Besuch ebenfalls schon kennengelernt hatten. Bei unserer Rückkehr auf das Schiff lag das Tagesprogramm für den morgigen Samstag schon auf dem Bett, es waren Temperaturen um die 40 Grad angekündigt. Trotzdem wollten wir den Dom von Speyer unbedingt sehen. Begleiten Sie uns doch einfach!

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