Sonntag, 28. Juni 2026

Heute stand das aus unserer Sicht erste Highlight der Reise auf der Agenda: die Besichtigung von Straßburg, wo das Europäische Parlament seinen Sitz hat, ca. 290.000 Einwohner leben (Tendenz steigend) und 800 denkmalgeschützte Häuser zu bewundern sind. Die Temperaturen sollten laut Vorhersage etwas niedriger sein als in Speyer, aber in einer Großstadt hatte das womöglich nicht viel zu sagen. Da unser Ausflug erst am frühen Nachmittag starten würde, konnten wir in aller Ruhe in den Tag starten. Und der begann für mich heute mit einem Egg Benedict, jener Eierspezialität, die man auch in sehr guten Hotels nur selten bekommt.

Pünktlich um 10 Uhr erreichte die Anesha die Anlegestelle in der Rue de la Minoterie. Wer wollte, konnte von hier einen Transferbus in die Stadt nehmen oder zu Fuß gehen. Letzteres schied von vorneherein wegen der Hitze aus. Um 14.00 Uhr startete unser Ausflug "Straßburg mit Bootsfahrt". Im angenehm temperierten Bus wurden wir von einem glänzend aufgelegten Elsässer Reiseführer namens Michel empfangen, der mit seinem Strohhut eine gewisse Lässigkeit ausstrahlte. Aber er war nicht nur lässig, sondern sehr wortgewandt, witzig und spontan. Schon während der Busfahrt erzählte er uns viel über die wechselhafte Geschichte dieser Stadt und wies auf zahlreiche Sehenswürdigkeiten hin. Am Eingang der Stadt wurden wir von zahlreichen Störchen empfangen, die hier massenhaft ihre Nester auf den Bäumen gebaut hatten. Etwa 2.000 Stück von ihnen sollen laut Michel allein in Straßburg leben. Mit dem Bus fuhren wir u.a. am Europäischen Parlament vorbei, am Rheinpalast oder der Paulskirche. Aus dem Bus heraus zu fotografieren ist leider schwierig, entsprechend mäßig ist die Bildqualität. 

Anschließend ging es zu Fuß weiter. Das war deutlich weniger komfortabel, denn die schon befürchtete Hitze erwartete uns auf den versiegelten Flächen von Straßburg. Immerhin bemühte sich Michel, seinen Weg durch schattenspendende Häuserfronten fortzusetzen. Das gelang auch meistens. Zur besseren Orientierung kommt hier zunächst ein Stdtplan: 

Wir kamen am Denkmal der Marseillaise am Place Broglie vorbei, am Sandsteinobelisken und an der Straßburger Oper.

gegen 15.30 Uhr erreichten wir den Platz mit der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeit Straßburgs. Der 142 Meter hohe Turm der Kathedrale "Notre Dame" ist so hoch und gewaltig, dass es praktisch unmöglich ist, ihn ohne die befürchteten "stürzenden Linien" abzulichten. Aber auch so ist das Liebfrauenmüster ein mehr als imposantes Bauwerk. Interessanter Fakt am Rande: Bis 1875 war der 142 Meter hohe Turm das höchste Gebäude der Welt. Die Hitze machte es leider auch schwer, sich filigranen Steinarbeiten und Bögen an den drei Portalen zu konzentrieren. In das Kircheninnere durften wir an diesem Tag leider nicht, weil eine Priesterweihe stattfand.So beschränkten wir uns auf Außenaufnahmen, auch rund um den riesigen Platz mit seinen zahlreichen Fachwerkhäusern, wo das bekannte Maison Kammerzell heraussticht, welches als schönstes des gesamten Elsaß gilt.

Nachdem die letzten Plüschstörche, die hier zuhauf angeboten werden, fotografiert waren, war es an der Zeit für unsere Bootsfahrt auf dem Fluss Ill. Das klimatisierte Ausflugsboot führte uns auf der ca. 70-minütigen Tour inkl. Schleusenfahrten durch das Gerberviertel Petite France und vorbei an vielen weiteren Sehenswürdigkeiten. Das gewölbte Dache verhinderte zum Großteil gute Fotos, da es zu vielen Spiegelungen kam. Einen kleinen Eindruck von der Schönheit der Stadt können die folgenden Bilder aber sicher vermitteln:

Am späten Nachmittag verließen wir das Ausflugsboot und machten uns über den Place d'Austerlitz, wo ein detailreiches Bronzemodell des deutschen Bildhauers Egbert Broerken zeigte, was wir in den vergangenen Stunden alles gesehen hatten, auf den Rückweg zum Bus. Wir erkundeten beinahe die gesamte zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Altstadtinsel. Damit endete der erlebnisreiche Ausflug in eine der schönsten Städte Europas. Pünktlich zum Abendessen um 19.00 Uhr waren wir wieder zurück auf unserer "Wohlfühloase". Den Abend ließen wir dann noch gemütlich bei einem Cocktail auf dem Sonnendeck ausklingen. Da hatte sich die Anesha schon von Straßburg verabschiedet und die Fahrt Richtung Basel fortgesetzt.

Wichtige Anmerkung: Nach der Rückkehr auf die Kabine fanden wir wie üblich das Tagesprogramm für den morgigen Tag auf den Betten. Darin wurde u.a. auf die womöglich entstehenden Roaminggebühren bei der Handynutzung in der Schweiz hingewiesen. Wir hatten sicherheitshalber bereits zwei Tage vorher bei unserem Anbieter ein Spezialpaket für 10,00 Euro gebucht, das weltweit galt und somit konnten wir an den Folgetagen auch in der Schweiz stressfrei im Internet surfen!

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