Beide Ausflugsziele, sowohl die Turracher Höhe als auch die Nockalmstraße sind z.B. von Bad Kleinkirchheim sehr gut erreichbar. Wir starten unseren Tagesausflug dort und fahren zunächst auf der B 88 Richtung Patergassen, biegen dort in die B 95 ein und fahren bis zur Ebene Reichenau, wo die Nockalmstraße links abzweigt. Nach einer kurzen Fahrzeit erreichen wir die 34 Kilometer lange und wunderschön angelegte Bergstraße, die 1981 eröffnet wurde.

Ursprünglich war hier einmal ein riesiger Skizrikus geplant, dessen Fertigstellung dann letztendlich am Widerstand der Kärtner Bevölkerung gescheitert ist. Ihren Protesten ist es zu verdanken, dass heute die von zahlreichen Blumen gesäumte Straße befahren werden kann, die mit ihren 52 Kehren auch für Motorradfahrer ein Eldorado ist. Aber die "Nocky Mountains" bieten für die ganze Familie Möglichkeiten, die Natur so zu erleben, dass jeder seinen Spaß hat.

Die Nockalmstraße verläuft von der Ebene Reichenau bis nach Innerkrems, natürlich kann sie auch in umgekehrter Richtung befahren werden. Geöffnet ist die reizvolle Bergstraße von Anfang Mai bis Ende Oktober, aktuell beläuft sich die Mautgebühr für einen Pkw auf 19,00 Euro für eine Tageskarte, Nutzer der Kärnten-Card dürfen die Strecke gratis befahren. Infos zu Öffnungszeiten und Preisen finden sich hier!

Alleine das Fahrerlebnis auf dieser Alpenstraße ist einzigartig, denn schon die 52 Kehren sorgen für abwechslungsreichen Fahrspaß. Dazu der Blick auf die rund geschliffenen Nockberge, die eine Höhe von bis zu 2.400 Meter haben. Das Band der Straße windet sich um Kuppen, Höhen und Senken und jede Kurve bietet neue Ausblicke.

Aber jetzt genug der Vorrede, denn bekanntlich sagen Bilder ja viel mehr als Worte und Reisen sind vor allem deshalb so beliebt, weil es etwas "zu sehen" gibt. Und sehen kann man sowohl während der Fahrt auf der Nockalmstraße als auch an vielen ausgewählten Haltepunkten viel.

Unseren ersten Stopp legen wir am "Weg der Elemente" ein. Das ist ein 1,3 Kilometer langer Rundweg, an dem man mit Steinen ausgelegte Kreise vorfindet. Anleitungen regen zu Übungen an, die alle Sinne schärfen und das Bewusstsein für die Natur und sich selbst schärfen sollen. Ein netter Spaß, den man aber auch nicht zu ernst nehmen sollte. Uns haben auch ehrlich gesagt die Begegnungen mit den Kühen, die hier oben weiden, viel besser gefallen.

Eine Kehre weiter, aber ebenfalls auf 1.950 Meter Höhe wartet auf den Besucher ein Naturlehrpfad rund um den Windebensee. Hier stehen zahlreiche Zirben und der Wanderer könnte von hier einen etwa 400 Meter langen, bequemen Weg nutzen, um zur Glockenhütte zu gelangen. Wir sind jedoch mit dem Pkw unterwegs und begnügen uns mit einem Rundgang um den landschaftlich wunderschön gelegenen Windebensee.

Die Nockalmstraße schlängelt sich weiter sanft nach oben und auf 2.024 Metern Seehöhe bleiben wir am Parkplatz vor der Glockenhütte erneut stehen.  Hier, auf der Schiestlscharte steht die sagenumwobene Wunschglocke, die wir natürlich geläutet haben. Darüber hinaus gibt es einen Bauernmarkt, ein Restaurant lädt zum Verweilen ein und auch die geschnitzten Holzfiguren sind nett anzuschauen.

Obwohl die Nockalmstraße nur 34 Kilometer lang ist, gibt es verhältnismäßig viele und auch interessante Haltepunkte. Auf 1.693 Meter Höhe wartete auf uns die Almrarität "Karlbad". Das mehr als 300 Jahre alte Bauernbad bietet den interessierten Besuchern die Möglichkeit, in einem Lärchenholztrog, wo das Quellwasser der Karlquelle auf rund 40 Grad erwärmt wird, eine kurze Auszeit zu nehmen.

Die Bergstraße erklimmt nun den höchsten Punkt. Auf 2.042 Meter genießen wir von der Aussichtsplattform der Eisentalhöhe noch einmal einen einmaligen Rundblick auf das Nockalmgebiet. Ein Bistro wartet auf durstige und hungrige Gäste und auch die Kühe erfreuen sich an ihrem Leben in den eindrucksvollen Nockbergen.

 

Vom höchsten Punkt der Nockalmstraße ist es nun nicht mehr weit bis zum vorläufigen letzten Haltepunkt. Auf 1.700 Metern Seehöhe erwartet uns der Nockalmhof, die perfekte Adresse für einen Brotzeithalt.  Außerdem kann man im neuen Gebäude die Ausstellung "Kärntens versteinerte Welten" bestaunen. Die letzten Kilometer zur Zahlstelle Die Ausstellung im neuen Gebäude und der Gastraum sind durch einen gläsernen Kubus verbunden, der apfelgrüne Boden zieht sich durch alle Bereiche und verweist so auf die Inhalte der Ausstellung „Kärntens versteinerte Welten“. 

Die drei Kilometer zur Zahlstelle in Innerkrems sparen wir uns, stattdessen kehren wir um und fahren die Nockalmstraße in umgekehrter Richtung wieder zurück, denn das nächste Tagesziel, die Turracher Höhe, wartet schon auf uns.

 

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