Mittwoch, 1. Juli 2026

Heute war tatsächlich der erste Tag der Reise, an dem es regnen sollte. Und ausgerechnet heute stand der Besuch von Colmar auf dem Programm. Da hätten wir gerne noch geschwitzt. Aber der Reihe nach. Weil der Ausflug schon um 8.45 Uhr startete, war wieder frühes Aufstehen angesagt. Um 8.00 Uhr hingen bedrohlich dunkle Wolken über Breisach, der Stadt am Rhein, die sozusagen als Bindeglied zwischen dem Schwarzwald und dem Elsass dient. Wir hätten hier gerne einen Spaziergang rund um den Münsterberg gemacht, aber es war keine Zeit dafür. Denn unser Ausflug heute führte uns ins elsässische Colmar. Die Wolken hatten nun etwas mehr als 30 Minuten Zeit, um sich ihrer nassen Ladung zu entledigen. Das taten sie auch und als wir gegen 9.30 Uhr am Parkplatz standen, war das Schlimmste zum Glück überstanden. Wir wurden von einem bestens gelaunten einheimischen Reiseführer namens Remy empfangen, der uns schon bald Einblicke in die Stadt Colmar gewährte, die immer informativ, oft witzig, aber nie langweilig waren. 

Colmar hat ca. 70.000 Einwohner, man spricht französisch oder elsässisch. Bedingt durch die Nähe zur Grenze und die bewegte Geschichte sprechen vor allem noch viele Ältere auch deutsch. Aber die Sprache ist in dieser Stadt tatsächlich zweitrangig. Wir schlenderten durch blumengeschmückte Gassen, sahen Kanäle mit Touristenbooten, warfen einen Blick in die Markthallte und in die eine oder andere Kirche. Die Stadt mit den vielen Fachwerkhäusern ist auch bekannt für das pittoreske Viertel "Klein-Venedig", das Pfister-Haus und und und. Ein Besuch des Museums Unterlinden mit dem berühmten "Isenheimer Altar" war nicht vorgesehen, dafür reichte die Zeit einfach nicht. Insofern verweise ich hierzu auf die Ausführungen bei Wikipedia

Im Folgenden nehme ich Sie mit auf den Spaziergang durch die faszinierende Altstadt von Colmar:

Da im Laufe unseres Spaziergangs die Sonnen doch noch herausgekommen ist, sind wir an manche Plätze zurückgeeilt, um die Objekte erneut zu fotografieren. In Colmar hätten wir uns gerne noch länger aufgehalten, denn eine derartige Flut an Eindrücken, mit der wir hier konfrontiert wurden, muss man erst einmal verarbeiten. Aber wer weiß, vielleicht kehren wir eines Tages an diesen magischen Ort zurück. Für heute musste es reichen. Remy, unser wirklich rühriger Reiseführer verabschiedete sich von uns und wir kletterten, etwas ermattet von der Magie Colmars, in unseren Bus. Bei der Rückfahrt kamen wir noch am Stephansmünster in Breisach vorbei, bevor es zur Anlegestelle ging. Pünktlich zum Mittagessen um 13.00 Uhr waren wir wieder zurück auf unserem Wohlfühlschiff. Heute genehmigten wir uns wieder ein schönen Hamburger im Bistro.

Körperliche Anstrengungen waren heute nicht mehr angesagt, stattdessen ließen wir den Ausflug nach Colmar noch einmal Revue passieren, sichteten unsere Fotos und gönnten uns am Nachmittag im Rahmen der "Waffel-Party" diverse süße Köstlichkeiten. Am Abend hatten wir einen Tisch im Bistro reserviert, wo rosa gebratene Rindermedaillons serviert wurden. 

Allmählich neigte sich unsere Reise schon wieder dem Ende zu. Schon morgen würden wir ein zweites Mal in Speyer anlegen.

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