Dienstag, 29.04.2014 (Seetag)

Um 6.00 Uhr weckte uns das Telefon, da waren wir aber eigentlich schon wach, denn irgendwie hatten sich in der Nacht leichte Schaukelbewegungen im Schiff eingestellt. Offensichtlich hatten wir doch ziemlich starken Seegang. Ein Blick aus dem Bullauge bestätigte diese Befürchtung. Wir gingen zum Frühstück, voll ausgerüstet mit Rucksack und allem, was man für einen Ausflug benötigt. Als wir in die Atlantik-Lounge aufbrechen wollten, riss uns die Stimme des Kreuzfahrtdirektors jäh aus den Ausflugsträumen. Der Wellengang wäre zu stark, ein Tendern mithin nicht möglich. Wenig später meldete sich auch noch der Kapitän und erläuterte noch einmal, dass die Sicherheit an oberster Stelle stehen würde und Gallipoli daher leider nicht angefahren werden könnte. Eine Entscheidung, die man als Passagier zu akzeptieren hat. Wie stark der Seegang tatsächlich war, verdeutlicht der folgende kleine Film:

Von Gallipoli blieben daher nur das eine oder andere Foto, aufgenommen aus relativ großer Entfernung.

Die Albatros nahm Kurs auf Malta, ein weiterer Seetag stand uns bevor und es dauerte auch nicht lange, bis uns ein Alternativprogramm präsentiert wurde. Ein solches benötigten wir ohnehin nicht, denn so hatten wir Zeit, die Schiffseinrichtungen in Augenschein zu nehmen und Fotos von der „Weißen Lady“ zu machen. Außerdem konnte ich beginnen, den Reisebericht zu schreiben. Auch den gut ausgestatteten Fitnessbereich suchte ich auf und strampelte die ersten sechs Kilometer auf dem Crosstrainer ab. Das war auch nötig, denn die Rühreier hatten schon erste Spuren hinterlassen.

Das Abendessen nahmen wir diesmal wieder an unserem gewohnten Tisch im Moewe ein, wo wir von den Erlebnissen des Gala-Abends berichteten und dabei auf interessierte Zuhörer trafen. Am Ende des Menüs gab unser Hauptwaiter Florendo noch eine kostenlose Vorstellung mit Kartentricks, die uns verblüfften und bestens unterhielten. Ein wahres Multitalent steckte in dem zerbrechlich wirkenden Mann von den Philippinen. Zu diesem Zeitpunkt hatte er meiner Frau auch schon zwei Papierrosen gefaltet. Eine Kunst, die ich unbedingt erlernen muss! Das Halbfinal-Rückspiel der Bayern gegen Real wurde in der Pazifik-Lounge übertragen, aber die Bildqualität war derart schlecht, dass ich mich nach ein paar Minuten entschloss, zusammen mit meiner Frau die Willkommens-Gala in der Atlantik-Lounge anzusehen. Und siehe da, es war eine gute Entscheidung: erstens verloren die Bayern sang- und klanglos 0:4 und die Künstler des Albatros-Showensembles lieferten eine überraschend starke Vorstellung ab.

Die beiden Seetage verliefen daher durchaus abwechslungsreich, trotzdem freuten wir uns aber jetzt doch auf unser erstes Ziel Valletta, das wir morgen sehr früh erreichen würden.

 

Mittwoch, 30. April 2014 (Valletta, Malta)

Herrlich, wir konnten ausschlafen, weil wir keinen Ausflug gebucht hatten. Wir verpassten zwar innerhalb eines Jahres erneut die Möglichkeit, die Hafeneinfahrt bei besten Lichtverhältnissen zu genießen, aber um halb sieben wollten wir einfach nicht aufstehen. Stattdessen schälten wir uns erst gegen acht aus den Federn und gingen in aller Ruhe frühstücken. Rühreier, was sonst, Waffeln mit Kompott und natürlich Kaffee und Orangensaft sollten eine gute Grundlage für den folgenden Valletta-Sopaziergang bilden.

Die Albatros lag zentral, nur wenige Meter vom Aufzug entfernt, der hoch zu den Upper-Barakka-Gardens führte. Um halb zehn standen wir in einer etwa 20 Meter langen Schlange vor dem Ticketautomaten, der von einem Einheimischen bedient wurde, um die massenhaft anwesenden betagten Kreuzfahrer nach Kräften zu unterstützen.

Vor der Albatros lag nämlich  die MSC Lirica, deren Passagiere ebenfalls zur Verstopfung der maltesischen Hauptstadt beitrugen. Nach einer halben Stunde hatten wir es aber geschafft und unser erstes Ziel erreicht, die Upper Barakka Gardens. Es war mächtig was los hier, viele Schulklassen waren unterwegs, von den normalen Touristen ganz zu schweigen. Und nicht nur Menschen waren hier, sondern auch viele Stolperfallen. Stromkabel waren quer durch den Garten verlegt, Tische und Stühle wurden überall aufgestellt und ganze Wagenladungen Gläser standen bereit. Den Grund dieser Aktivitäten erfuhren wir etwas später. Malta feierte am 1. Mai seinen Beitritt zur Europäischen Union vor zehn Jahren.  Das Ganze wird eingerahmt von einem riesigen Feuerwerk. Und die Albatros mittendrin!

Obwohl Maltas winzige Hauptstadt mit ihren nicht einmal 6.000 Einwohnern wirklich nicht groß ist, hat sie doch so viel an Sehenswürdigkeiten zu bieten. Nicht umsonst zählt Valletta seit 1980 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Dass die Stadt, die nach dem Großmeister Jean de la Valette benannt wurde, auf dem Reißbrett entstand, kommt uns Touristen in der heutigen Zeit sehr entgegen. Die Straßen sind schachbrettartig angelegt und man kann sich daher kaum verlaufen.

Vom Upper Barakka Gardens genießen wir aber erst einmal die herrlichen Ausblicke auf den Grand Harbour und natürlich auf unser Schiff, das in Steinwurfweite unter uns liegt. Die in den meisten Reiseführern beschriebene Stille finden wir heute nicht, trotzdem ist ein Besuch hier ein unbedingtes „Muss“, allein der unvergesslichen Aussicht wegen. Dann lenken wir unsere Schritte vorbei an den wartenden Kutschen vor dem Park und machen ein Foto von der „Auberge de Castille“, dem Sitz des Premierministers.

An der Saint Zachary Street biegen wir rechts ab und gehen weiter zur St. John's Co-Cathedral, die mehr als 200 Jahre die Konventkirche der Ritter des Johanniterordens war.  Die Ausstattung der Kirche ist derart prunkvoll, dass Papst Franziskus sicher Schwierigkeiten hätte, Armut zu predigen. St. John's ist mit Sicherheit die prunkvollste Kirche des Hochbarock. Vor dem Eingang der Kirche haben sich schon kleine Schlangen gebildet, in die wir uns einreihen. Der Eintritt kostet 6,00 Euro, ein günstiger Preis für das, was man anschließend zu sehen bekommt. Wer mag, bekommt auch noch einen Audioguide, der auch in deutscher Sprache verfügbar ist.

Wer die Kirche von außen in Augenschein nimmt, wo sie eher den Charakter einer Festung vermittelt, wird überrascht sein, wenn er das Kirchenschiff betritt. Der Betrachter ist überwältigt von kunstvoll geschnitzten  Motiven, die die Wände zieren, ja geradezu überfluten. Blätter, Engel oder Blumen, die vergoldet wurden und uns blenden, bieten den Rahmen für die großartigen Kunstwerke, die St. John's geradezu verschwenderisch angehäuft hat.

Wir kommen nur sehr langsam in der Kirche voran, weil viele Besucher die gleiche Idee hatten. So hat man Zeit, die Kunstwerke auf sich wirken zu lassen. Im Oratorium betrachte ich zum ersten Mal das berühmte Gemälde von Caravaggio, die Enthauptung Johannes des Täufers.

Bei unserem letzten Besuch im Vorjahr war das Museum geschlossen, so dass ich mir diesen Kunstgenuss für die diesjährige Kreuzfahrt aufhob. Die brutale Detailgenauigkeit der Enthauptung jagt einem auch heute noch Angstschauer über den Rücken.

Bevor wir uns von dieser einzigartigen Kirche verabschieden, möchte ich den interessierten Leser noch zur folgenden Fotoshow einladen:

Wir verlassen St. John's über einen Seitenausgang und sind gleich am Republik Square am Großmeister-Palast, den wir ebenfalls schon aus dem Vorjahr kennen. Bei zunehmend angenehmen Temperaturen gönnen wir uns ein Eis.

Wir gehen weiter die Republic Street entlang und sind bald alleine. Die Touristen kommen meistens nur bis zum Großmeisterpalast, alles andere grenzt schon an Anstrengung. An der St. Nicholas Street orientieren wir uns nach rechts. Hier fallen uns vermehrt leerstehende, ehemals prachtvoll Häuser auf. Sie wurden wohl von den Eigentümern aufgegeben, weil der Unterhalt zu teuer geworden war. Valletta teilt in dieser Beziehung ein ähnliches Schicksal wie Venedig.  Stattdessen gehen wir zum Siege Monument, das in seiner aufdringlich monströen Art an viele Kriegsdenkmäler erinnert. Aber die Aussichten von hier oben sind einfach zu schön, um es zu ignorieren.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Siege Monuments ist der Lower Barakka Garden, der heute, im Gegensatz zum Upper Barakka Gardens, sehr friedlich da liegt, ein Hort der Ruhe.

Auch von hier genießen wir die Aussichten aufs offene Meer und „Die Drei Städte“.

Nach einer kurzen Ruhepause gehen wir über die East Street zurück zum Hafen. Wir kommen u.a. am Victoria Gate vorbei und bewundern die herrlich geschmückten Straßenzüge, Vorboten des großen Jubiläums am Abend.

Nach viereinhalb Stunden kehren wir zurück an Bord der MS Albatros. An der Gangway werden wir noch auf einen Becher Eistee eingeladen, den wir gerne annehmen. "Willkommen zu Hause", an Bord der Albatros meint man das auch so!

Den Nachmittag verbringen wir an Bord, nehmen ein paar Köstlichkeiten vom Büffet zu uns oder trinken Kaffee. Ich schreibe an meinem Reisebericht und trainiere wieder mehr als eine halbe Stunde auf dem Crosstrainer. Vielleicht kann ich den Kalorien ja wenigstens etwas Widerstand entgegen setzen. Und schließlich gibt es da auch noch die Möglichkeit, seine Reisekasse mit einem Spiel namens „Bingo“ aufzubessern. Wir gehören in dieser Dreiviertelstunde aber leider nicht zu den glücklichen Gewinnern, die bis zu 150,00 Euro einstreichen können. Immerhin ist es eine nette Abwechslung, um sich die Zeit zu vertreiben.

Das Abendessen im Moewe entspricht wieder der bisher gezeigten Qualität. Die Küche ist ungeheuer abwechslungsreich und der Chefkoch gibt sich sehr viel Mühe mit Variationen und dem Anrichten der Speisen. Leider zieht sich die Zeit bis Mitternacht etwas zäh dahin. Eine Show steht an diesem Abend nicht auf dem Programm und der Vortrag des Lektors über den „Albatros“, also den Namensgeber unseres Schiffes, langweilt uns. Wir nutzen daher die Zeit zu einem Rundgang auf Deck 4. Die Albatros ist eines der wenigen Schiffe, auf dem man noch komplett herum gehen kann, ohne das Deck wechseln zu müssen. Dabei sind wir am Bug auf einen hervorragenden Standplatz aufmerksam geworden, den wir später zu Video- und Fotozwecken aufsuchen wollen.

Malta feierte sein Jubiläum wirklich mit einem riesigen Brimborium. Den ganzen Grand Harbour entlang stehen tausende von Menschen und fieberen dem großen Feuerwerk entgegen.

Auf einer überdimensionalen Digitaluhr gegenüber des Grand Harbour werden die Minuten bis Mitternacht herunter gezählt. Dann geht es los. Feuerkaskaden, Lichtersalven und -fontänen, Böller, farbenprächtige Raketen, raffinierte Musikarrangements. Ein Feuerwerk, das wir bis dahin noch nicht gesehen hatten, ergoss sich über unsere Sinne und betäubte uns fast.

Ein guter Tag, um einen 60. Geburtstag zu feiern! Sicher haben uns die meisten Einheimischen um unseren Erste-Klasse-Standplatz beneidet. Die Sicht hätte besser nicht sein können.

Das Spektakel dauerte fast eine halbe Stunde und ließ ungläubig staunende Betrachter zurück. Eine Steigerung ist hier kaum noch vorstellbar. Gegen 1.00 Uhr verließ die Albatros das feiernde Valletta und nahm Kurs Richtung Algier.

Wer sich die Vielfalt von Valletta lieber  im Rahmen eines gebuchten Ausfluges ansehen möchte, kann hier bequem entsprechende Buchungen vornehmen:

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Donnerstag, 01. Mai 2014 (Seetag)

Wir konnten ausschlafen heute, denn die Albatros war auf dem Weg nach Algerien und außerdem wurden in der Nacht die Uhren um eine Stunde zurück gestellt. Als ich wach wurde, sah ich schon wieder ein Stück Papier auf dem Boden unter der Tür liegen. Es war die Einladung zur Brückenführung um halb elf. Das klappte hier alles wirklich wie am Schnürchen. Das Frühstück nahmen wir heute draußen am Lido-Büffet ein. Aber es war frisch  und etwas ungemütlich, obwohl die Sonne schien. Ein paar Schaumkrönchen waren auch auf den Wellen zu sehen, trotzdem lag die Albatros flach wie ein Brett im Wasser. Kaum Schaukelbewegungen, sehr angenehm.

Um 10.30 Uhr fanden wir uns im Treppenhaus A auf Deck 8 ein, so wie es in der Einladung stand. Wir wurden von einem Zweiten Offizier empfangen, der seine Namensliste überprüfte, dann durften wir das „Allerheiligste“ betreten. Kapitän Morten Hansen, der Star der Phoenix-Flotte, war schon da und begrüßte uns launig. Was dann folgte, hatten wir in der Form sicher nicht erwartet. Der Kapitän höchstpersönlich hielt uns einen etwa einstündigen Vortrag über die Albatros, über die technische Ausrüstung, die Umbaumaßnahmen, die Sicherheitsvorrichtungen, kurz über alles, was auch nur im Entferntesten mit dem Schiff zu tun hat. Spätestens nach dieser Führung sind nun auch die allerletzten Zweifel am Sicherheitsverständnis von Phoenix-Reisen verschwunden. Das, was die Zuschauer in „Verrückt nach Meer“ zu sehen bekommen, ist beileibe nicht nur Werbung, hier versteht man Sicherheit als Gebot und Verpflichtung. Morten Hansen referierte in seiner gewohnten Art frei von der Leber weg, mal ernst, dann wieder locker und witzig. Es war eine Freude, seinen Ausführungen zu folgen. Am Ende seines Vortrages durfte natürlich noch jeder Teilnehmer „sein“ Foto mit dem Kapitän machen und selbstverständlich war auch der Bordfotograf mit dabei, der ebenfalls etliche Aufnahmen machte. Wenn man nicht wüsste, dass Morten Hansen Norweger ist, spätestens beim Blick auf die unverzichtbaren Utensilien, z.B. einen Troll, hat man untrügliche Zeichen auf das Heimatland des rührigen Kapitäns.

 

Nach der Brückenführung stand dann wieder „Faulenzen“ auf dem Tagesprogramm. Zwischendurch füllte ich die Zolldeklarationsbescheinigung für Algier aus. Auch so eine Prozedur, deren Sinn sich uns nicht so recht erschloss. Am Nachmittag nahmen wir wieder erfolglos am Bingo teil und trösteten uns mit dem Gedanken, dass wir ja immerhin Glück in der Liebe hatten. Um 18.15 Uhr hatten die April- und Mai-Geburtstagskinder eine Einladung in die Atlantik-Lounge. Von den 527 Passagieren waren etwa 320 zu Gast in der Atlantik-Lounge. Wer davon jetzt jeweils selbst Geburtstag hatte und wer der Partner war, die ebenfalls eingeladen waren, lässt sich so genau nicht sagen. Jedenfalls ist nach den Ausführungen von Kreuzfahrtdirektor Joe Limberger darauf zu schließen, dass deutlich mehr als die Hälfte der Passagiere mit dem günstigen Geburtstagsrabatt von Phoenix unterwegs war. Trotzdem war man mit dem Ausschenken von Sekt sehr großzügig, wir kamen kaum mit dem Trinken nach. Während der Geburtstagsparty wurden wir vom Show-Ensemble der Albatros prächtig unterhalten und schließlich gab sich auch ein Teil der stimmgewaltigen Crew die Ehre. Der famose "Canada", unter dem der Mann bekannt zu sein scheint, kann sogar mit dem feinen Timbre eines Frank Sinatra konkurrieren. Fantastisch! Die Stimmung in der Atlantik-Lounge war entsprechend.

Man hat sich hier wirklich etwas einfallen lassen, um die Gäste ein klein wenig zu beschenken. Das war mehr als nur eine nette Geste, womöglich der Versuch einer nachhaltigen Kundenbindung.

Von der Atlantik-Lounge mussten wir nicht weit gehen, denn das Moewe befindet sich ja glücklicherweise auf demselben Deck. Um 19.00 Uhr war Einlass zum Abendessen und schon am Eingang sahen wir zwei Tische, die festlich mit Luftschlangen geschmückt waren. Ein Hinweis, dass hier Geburtstagskinder beglückwünscht werden sollten. Auch an unserem Tisch waren diese Vorbereitungen getroffen worden. Und damit nicht genug. Auch eine kunstvoll gefertigte orangefarbene Papierrose von unserem Waiter Florendo war für meine Frau vorbereitet worden. Aber bevor die Crew ihren Auftritt hatte, genossen wir erst einmal des hervorregende Essen, u.a. ein sehr zartes Rinderhüftensteak, butterweich und wieder auf den Punkt gebraten. Zuvor gab es als warme Vorspeise u.a. einen Kaninchen-Strudel. Ein sicher ungewöhnliches Gericht, aber sehr schmackhaft, auf der Albatros herrscht in Sachen Kulinarik wie schon erwähnt eine große Vielfalt.

Gut 60 Minuten später war es dann so weit. Ein ganzes Orchester mit Gitarren und reichlich Sängern marschierte zu den beiden anderen Tischen, bevor sie bei uns ankamen. Die Stimmung unter Gästen und Crew-Mitgliedern war hervorragend und die Künstler trugen voller Inbrunst ihre stimmungsvollen Lieder vor. Es war nicht nur ein kurz hingeworfenes „Happy Birthday“, sondern mehrere Lieder, die zum Klatschen und Mitsingen einluden. Das eine oder andere feuchte Auge konnte ich hier beobachten. Natürlich durfte auch eine riesige Geburtstagstorte nicht fehlen. Zum Gaudium der Umstehenden wurde das Geburtstagskind dann auch noch von einem Kellner gefüttert.

Ganz am Ende, als nur noch unser Hauptwaiter Florendo und ein Gitarrenspieler da waren, gab es noch ein ganz persönliches Ständchen für Sonja. Florendo kann nicht nur Blumen basteln und Kartentricks vorführen, er hat auch eine ganz respektable Stimme. Derart eingestimmt räumten wir endlich das Feld und wechselten wieder in die Atlantik-Lounge, wo an diesem Abend die Show „Rock around the clock“ auf dem Programm stand. Eine einstündige musikalische Reise durch ein Jahrhundert. Mit vielen Beatles-, Abba-, Nena- oder Udo-Jürgens-Liedern, sowie einer tollen Performance der Truppe zu "Wind of Change" von den Scorpions, wurden wir stimmungsvoll in die Nacht verabschiedet. Die Albatros nahm derweil weiterhin Kurs Richtung Algier.

Selten haben wir einen abwechslungsreicheren und spannenderen Mai-Feiertag erlebt, schon gar nicht auf See. Die Albatros würde Europa nun kurz den Rücken kehren und dem afrikanischen Kontinent einen Besuch abstatten. Wenn Sie uns nach Algier begleiten wollen, klicken Sie sich rein!

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