Donnerstag, 9. September 2011

Nach den Strapazen des gestrigen Paris-Ausfluges konnten wir endlich wieder ausschlafen. Hurra! Es war allerdings nicht ausgemacht, dass wir bis um 9.00 Uhr in den Federn liegen. Aber sogar ich habe mich in Orpheus' Armen so wohl gefühlt, dass wir nicht mehr zum Frühstück in' s Tiziano gehen konnten, weil dort um 9.15 Uhr zugesperrt wird. Also rauf ins Botticelli, einen Tisch gesucht und anschließend seine Frau, denn beides gleichzeitig in dem Menschenauflauf zu finden, ist immer schwierig. Aber die Auswahl im Buffet-Restaurant ist größer als im Bedien-Restaurant und auch was die Qualität der Speisen angeht, kann man nicht meckern. Ich weiß, die eingefleischten Freunde des coffeinhaltigen Getränks namens Kaffee schimpfen regelmäßig über das „bessere Spülwasser“ und ebenso regelmäßig erwidere ich: „Mir schmeckt das Gebräu, ich habe Urlaub, drücke einfach auf's Knöpfchen und freue mich, dass der Apparat auch Flüssiges ausspuckt.“

Nach dem Frühstück sind wir dann nach unten auf Deck 3 zum Fotoshop. Neugierig wie kleine Kinder haben wir die Ausstellungsfenster abgeklappert, um die Bilder von der Kapitäns-Gala zu erspähen. Das gelang auch recht schnell und nach kurzer Diskussion, ob und wie viel Bilder wir denn erstehen sollten, haben wir uns, mal wieder, gegen alle Vernunft entschieden, alle vier Stück zum natürlich völlig überteuerten Preis von 40,00 Euro zu kaufen. Auch an dieser Stelle ereilt mich regelmäßig der empörte Aufschrei: „Wie kann man nur!“ Diesen ignoriere ich, uns gefallen diese Bilder einfach und sie gehören für uns zur Kreuzfahrt dazu …. wie der regelmäßige Sturm, der uns einmal jährlich (fast) aus der Bahn wirft.

Das Mittagessen nahmen wir diesmal im Botticelli ein. Die ersten Erfahrungen im Tiziano haben gezeigt, dass Costa zumindest im Bereich des Mittagessens den Spargürtel enger geschnallt hat. Die Auswahl ist ziemlich übersichtlich, um das Wort „mickrig“ zu vermeiden. Ein jämmerliches Hauptgericht hatte sich auf die Karte verirrt, zu wenig nach unserer Meinung, um dafür den Service in Anspruch zu nehmen. Also wieder hoch auf Deck 9 und Tisch gesucht. Da wir ausgesprochene Pasta-Fans sind, haben wir auf einem italienischen Schiff zu keiner Zeit Schwierigkeiten, nicht nur satt zu werden, sondern auch noch gut zu essen. Das können sie einfach die Italiener! Es gesellten sich dann noch Passagiere aus Thüringen zu uns, die wir im Bus nach Paris kennen gelernt hatten. Auch das ist das Schöne an einer Kreuzfahrt: man kommt mit vielen Menschen zusammen, die zum Teil schon viel auf Reisen waren und entsprechend viel erzählen können. Das ist spannend und unterhaltsam zugleich. Und kostenlos!  

Um 14.00 Uhr fanden wir uns dann auf Deck 2 beim Tour-Office ein. Lisa, eine junge deutsche Hostess erwartete uns schon. Eine weitere Mitarbeiterin nahm uns gleich die Fotoapparate ab, denn Fotografieren war während der Führung leider nicht gestattet. Insgesamt umfasste die Gruppe 19 Passagiere, 14 Deutsche und 5 Italiener. In der Einladung stand etwas von 2 ½ Stunden Dauer, am Ende waren es dann tatsächlich 3 1/2 Stunden, in denen wir praktisch das ganze Schiff inspizierten, mit Ausnahme von Maschinenraum und Hospital. Letzteres kannten wir bereits aus dem Vorjahr von unserer Cruise mit der Costa Pacifica, so dass wir diesbezüglich auch keinerlei Nachholbedarf hatten.

Reiseberichte und schöne Strände


Noch einmal zur Erinnerung: Auf dem Schiff befanden sich während unserer Reise 2.400 Passagiere, das bedeutet, dass die Costa Atlantica ausgebucht war (die Oberbetten waren nicht besetzt). Diesen Passagieren stehen 900 Besatzungsmitglieder aus 32 Nationen gegenüber, die sich in ihrer eigenen „Parallelwelt“, auf den Decks A, B und C bewegen, die unter Deck 1 angesiedelt sind und damit auch unter der Wasserlinie. Das muss man sich einfach vor Augen halten, wenn man sieht, wie die Passagiere umsorgt werden. Hier ein Leben (fast) wie im Paradies, dort kein Komfort, keine Animation, kein Theater, kein Casino, nur ein dürftiger Platz zum schlafen, keine Intimsphäre. Die Besatzungsmitglieder werden fast ausschließlich in Zweibettkabinen mit Ober- und Unterbett untergebracht, die kaum größer als 8-9 qm sind.

Nun aber zu unserer Führung, die im Theater startete. Die Tür war verschlossen, weil Proben der Tanztruppe auf dem Programm standen, in die platzten wir gerade rein. Ein paar Minuten sahen wir bei den schweißtreibenden choreographischen Meisterleistungen zu, dann durften wir einen Blick in die Umkleidekabinen werfen, die wirklich sehr klein gehalten sind. Die Tänzerinnen und Tänzer haben kaum Platz für die eigenen Klamotten oder Schuhe, alles lag wüst durcheinander auf dem Boden. Die Tanzcrew muss sich um alles selbst kümmern: Schminken, umziehen usw. ist Sache jedes Einzelnen. Während einer Show bleiben manchmal nicht mehr als 30 Sekunden für einen Kostümwechsel. Die Tänzer hüpfen zwischen Federboas, Glitzergewändern und Highheels zum Schminktisch und anschließend auf die Bühne. Wenn es dumm läuft, steht auch noch ein Dekorationsteil im Weg. Wenn man dann auch noch bedenkt, dass die See nur im Idealfall wirklich glatt und ruhig ist und hier vorne im Bug, wo sich das Theater befindet, selbst geringste Wellenbewegungen zu spüren sind, wird der Respekt vor dieser Berufsgruppe noch größer. Was das technische Equipment angeht ist die Costa Atlantica bestens ausgestattet. Dazu gehört u.a . auch  eine drehbare Bühne, eine versenkbare Bühne und mehrere Stufen, die bei Bedarf ausgefahren werden können. Die Tänzerinnen und Tänzer machen sich daher kleine Markierungen, um nicht zu stürzen. Unser Respekt wuchs von Minute zu Minute. Wir hatten überdies das Glück, von einer Gruppe unterhalten zu werden, die schon seit längerer Zeit zusammen ist und ihr Handwerk wirklich meisterhaft beherrscht. Wir können uns nicht erinnern, derartige Vorführungen je genossen zu haben. In Sachen Akrobatik, Athletik, Schnelligkeit, Synchronität, Originalität und purer Ausdrucksfreude haben wir nichts Vergleichbares gesehen, weder im Fernsehen, auf sonstigen Bühnen oder anderen Kreuzfahrtschiffen. Nach Aussage von Lisa erhalten die Gruppen von Costa genaue Angaben zum einzustudierenden Programm, wie dieses jedoch individuell ausgestaltet wird, ist Sache des jeweiligen Choreographen. Unsere Gruppe bestand fast ausschließlich aus Engländern, acht Frauen und vier Männern, die wie schon erwähnt, einen großartigen Job machten.   Die Tänzerinnen müssen dabei auf den Punkt fit und vorbereitet sein. Der erste Auftritt ist sofort nach dem Einschiffen, da muss jeder Schritt sitzen, Ersatz ist normalerweise nicht vorgesehen, es sei denn es tritt ein Notfall ein.   

Von den Höhen der Privilegierten führte unser Weg dann weiter durch geheime Gänge und Türen in Deck A und tiefer. Ich hatte längst die Orientierung verloren, als wir uns plötzlich in der Crew-Bar befanden. Hier vertreiben sich die Besatzungsmitglieder also ihre karge Freizeit, trinken den einen oder anderen Frust-Cocktail und haben auch die Möglichkeit, E-Mails per „Costa-Planet“ zu schreiben. Für die Getränke muss auch bezahlt werden, wenngleich sich die Preise, wie uns Lisa erklärte, im Cent-Bereich bewegen. Der Aufenthaltsraum ist alleine von der Größe nicht mit einem der großen Salons auf Deck 2 oder 3 zu vergleichen, wir reden hier über vergleichsweise kleine Flächen, ich schätze etwa 100qm. Hier befinden sich eine Bar, zwei Computer-Terminals und mehrere kleinere Sitzgruppen. Die Besichtigungsgruppe bekam hier auch noch ein Getränk spendiert.

Bei dieser Gelegenheit erläuterte Lisa dann die Vertragssituation der Crew. Angehörige aus Nicht-EU-Staaten, also in der Regel die Waiter und Kabinenstewards haben 9- oder 10-Monatsverträge, die Angehörigen aus den EU-Staaten 6-Monatskontrakte. Anschließend hat man mehrere Wochen frei und wartet auf einen Anruf von Costa, der manchmal auch unverhofft früh kommen kann. Die Crew ist über Costa kranken-, nicht aber rentenversichert, über die Höhe des Einkommens war nichts zu erfahren, nur so viel: man möchte vermeiden, dass es in den Heimatländern, z.B. Indonesien oder den Philippinen, zu einem „sozialen Gefälle“ kommt, daher werden auch keine Löhne gezahlt, die es ermöglichen würden, nach z.B. 9 Monaten ein Leben in Saus und Braus zu führen und die Beine hoch zu legen. An dieser Stelle sei auch angemerkt, dass es keinen freien Tag gibt und nur hin und wieder die Möglichkeit besteht, ein paar Stunden Landluft zu schnuppern.

Von Landluft können die Arbeiter in der Wäscherei leider nur träumen. Auch dort durften wir kurze Zeit verweilen und den armen Chinesen bei ihrem schweißtreibenden Tun zusehen. Auf engstem Raum werden hier Unmengen von Wäsche (Handtücher, Bettwäsche, Hosen, Jacken, Blusen usw.) in riesige Waschmaschinen gezwängt, anschließend in Trockner verfrachtet und durch die Mangel gepresst. Hier unten herrschen Temperaturen zum Schneiden, die Menschen schwitzen erkennbar. Es wird rund um die Uhr geschuftet und zwar im Zwei-Schicht-Betrieb. In unseren Augen ist das moderne Sklaverei. Warum kann man diesen Leuten keinen freien Tag zugestehen oder bessere Arbeitsbedingungen? Würde dann der Preis für die billigste Innenkabine von 399,00 Euro auf 429,00 Euro steigen? Wäre dann die Rendite nicht mehr akzeptabel?  

Dann führte uns Lisa weiter in die Offiziers-, Unteroffiziers- und Crew-Messe. Hier nehmen die Besatzungsmitglieder ihr Essen ein. Auch die Offiziersmesse war jetzt nicht unbedingt das Designer-Highlight: durchaus sparsam in der Ausstattung, kein großer Komfort, ebenfalls nicht mit den Passagierräumlichkeiten zu vergleichen. Kabinen bekamen wir nicht zu Gesicht, aber die Beschreibung von Lisa (siehe oben!) war hier bildhaft genug.

Weiter ging es mit der Besichtigung im Bauch der Costa Atlantica. Wir machten Station bei den Haushandwerkern, die alles, wirklich alles selbst reparieren können. Sei es, dass nur eine kleine Glühlampe auszuwechseln ist oder dass größere Reparaturen durchzuführen sind, z.B. weil irgendwo ein Rohr gebrochen ist, weil die Klimaanlage ausgefallen ist und vieles mehr. Tische, Stühle usw. werden bei Bedarf neu bezogen. Die kleinen Werkstatträume hatten allenfalls mittlere Wohnzimmergröße, aber an Werkzeug war offensichtlich alles vorhanden, was sich der Handwerker erträumt. Wenn ein Reparaturauftrag eingeht, so die Vorgabe von Costa, muss das innerhalb von 48 Stunden erledigt werden. Intern gilt aber ein Zeitlimit von gerade mal 24 Stunden. Auch das zeigt einmal mehr, unter welchem Druck hier zum Teil gearbeitet wird.

Auf den Gängen und in den Räumen sind uns immer wieder große und kleine Müllbehälter aufgefallen. Wie allgemein bekannt hat sich Costa, als man vor einigen Jahren eine Millionenstrafe bezahlen musste, den Umweltschutz auf die Fahnen geschrieben, das bedeutet u.a. auch Mülltrennung. Die ist, so Lisa mit einem Augenzwinkern, schon für manche Italiener schwierig. Angehörige aus Nicht-EU-Staaten haben hier erst recht größte Probleme. Allerdings werden Fehler bei der Mülltrennung sofort mit einer Abmahnung geahndet, die Sitten sind hier wirklich rau.

Bei den Müllwerkern sind wir ebenfalls vorbei gekommen, die Geruchsbelästigung hat sich hier überraschend in Grenzen gehalten, das lag vermutlich an den im Einsatz befindlichen großen Gebläsen. Hier werden z.B. die ganzen Dosen zu handlichen „Metall-Tabletts“ gepresst. Auch Brauchwasser wird über eine Meerwasser-Entsalzungsanlage produziert. Die Costa Atlantica ist wirklich eine kleine Stadt, die sich selbst versorgt.

Unser Streifzug führte uns über den Frachtraum, in dem alle Lebensmitteil und sonstigen Dinge, die an Bord benötigt werden, ankommen. Interessant die Kühlräume. Obst und Gemüse werden nicht im selben Raum gelagert, weil sie unterschiedliche Temperaturen benötigen. Verderbliche Waren werden natürlich wieder woanders eingelagert. Hier hielt man es nur wenige Sekunden aus, weil es einfach zu kalt war.

Weiter ging es in die Küche, die um diese Zeit, es war hier ca. 16.00 Uhr noch nicht bevölkert war. Lisa klärte uns darüber auf, dass insgesamt 152 Köche für das leibliche Wohl der Passagiere sorgen. Weitere 175 Kellnerinnen und Kellner bringen das Essen dann zum Gast und räumen wieder ab. 20 im Einsatz befindliche Spüler sorgen dann dafür, dass wir nur wenig später wieder von sauberen Tellern essen können. Das Essen wird hier also wirklich Tag für Tag immer wieder auf's Neue frisch zubereitet. Etwa zwei Stunden vor der ersten Essenssitzung, die um 18.45 Uhr beginnt, fängt „Das große Kochen“ an. Um 16.00 Uhr glänzte alles noch in jungfäulichem Edelstahl, die Küche, wie überhaupt das ganze Schiff, ultra-sauber. Aber wenn die Köche los legen, ist es damit schnell vorbei. Jeder hat auf der jeweiligen Essens-Station seinen Platz: der Kartoffelschäler ebenso wie der Saucen-Meister oder der Fleisch-Experte. Wir sahen die großen Ständer, die Unmengen von Tellern aufnehmen. Es gibt einen eigenen abschließbaren Schrank, in dem die Zutaten für die glutenfreien Speisen aufbewahrt werden. Die Küche gibt es spiegelbildlich zweimal, für jede Schiffsseite eine, ansonsten würde sich das Personal gegenseitig über den Haufen rennen. Von der Küche führt der Weg der Kellner über eine Rolltreppe in das Restaurant. Immerhin ein wenig Erleichterung im ansonsten knochenharten Job. Von zwei bereits vor Ort befindlichen Konditoren wurden wir schließlich noch mit kleinen Köstlichkeiten aus der Costa-Küche versorgt. Die Kalorien haben wir auf dieser Kreuzfahrt einfach ignoriert.

Nach dieser sehr ausführlichen Führung durch die Küche, die etwa 40 Minuten gedauert hat, kamen wir in den Maschinenkontrollraum. Hier laufen alle Informationen zum Schiff zusammen. Ständig leuchteten irgendwo kleine rote Lämpchen oder es war ein „Alarm“ zu hören. Aber man beruhigte uns hier schnell, alles wäre in bester Ordnung. Hier, im Maschinenkontrollraum, könnte das Schiff zur Not auch gesteuert werden, ohne dass man hierzu die Brücke bräuchte. Aber wie gesagt, nur im Notfall, der hoffentlich nie eintritt. Wir erfuhren, dass das Schiff in acht Abschnitte unterteilt wird, die von so genannten Schotten im Fall eines Wassereintritts, abgetrennt werden. Die Sicherheitsmaßnahmen auf einem derartigen Schiff sind wahrlich beeindruckend, wenngleich die Costa Atlantica auch nicht mehr die Allerjüngste ist.

Am Ende dieser wirklich beeindruckenden Führung stand der Besuch auf der Brücke. Von hier oben hat man eine fantastische Sicht und man „spürt“ das Schiff förmlich unter den Füßen, weil die Schwankungen hier oben stärker sind. Aber die See war nur wenig bewegt, so dass das für uns kein Problem darstellte. Lisa erklärte uns, was man alles auf dem Radar erkennen kann, wir wurden über die Führung von Seekarten informiert und dann kam natürlich noch der Kapitän, Giuseppe Russo. Ein ausgesprochen charmanter und freundlicher Mann, der jederzeit ein offenes Ohr für die Passagiere und, wie uns Lisa versicherte, auch für die Crew hat. Wir hatten bereits 2007 das Vergnügen, mit ihm durch' s östliche Mittelmeer fahren zu dürfen. Jetzt, in der persönlichen Begegnung, bestätigte sich dieser damalige Eindruck . Auch ein Kapitän, der sicher sehr viel Verantwortung trägt, kann durchaus menschlich sein und sollte sich auch nicht scheuen, diese Seite zu zeigen. Zum Abschluss der Führung stießen wir noch mit einem Gläschen Sekt auf die gelungene Führung an und ein Foto mit dem Kapitän gab es natürlich auch.

Nach 3 ½ Stunden verabschiedeten wir uns von Lisa, die ihre Sache ausgezeichnet gemacht hat. Die Herren der Schöpfung bekamen als Geschenk noch eine „italienische Schürze“.  Sie wird von den Kellnern immer im Rahmen des „Italienischen Abends“ getragen. Ein schönes Geschenk und ein toller Abschluss einer Schiffsführung, die uns sehr beeindruckt hat. Die notorischen Nörgler und Meckerer, die uns auch auf dieser Reise wieder begegnet sind, sollten sich wirklich vor Augen führen, ob ein derartiges Auftreten nötig ist. Ein Tag in der Wäscherei würde diesen Zeitgenossen sicher nicht schaden.

Hatten wir anfänglich vielleicht noch den Hauch eines Zweifels, ob wir denn bei der Schiffsführung mitmachen sollten, waren diese spätestens nach den ersten Minuten verflogen. Dauer und Qualität entsprachen eher einem Halbtages-Aufsflug, so dass sich auch die Kosten (der Preis für Costa-Club-Mitglieder betrug 55,00 Euro) dafür schnell relativieren. Beim Abendessen erzählten wir denn auch unseren Tischnachbarn begeistert über die Einblicke in das Schiff, die man uns heute gewährt hatte. Das Abendessen und die anschließenden Darbietungen im Theater Caruso, wo an diesem Abend das "Duo Gorodji" für Unterhaltung sorgte, waren der Abschluss eines ereignisreichen Seetages.

Gegen 2.20 Uhr passierten wir Kap Finesterre, das am 22.07.1805 Schauplatz einer bekannten Schlacht zwischen britischen und französischen Schiffen war. Die Fahrt mit der Costa Atlantica verlief dagegen ruhig, wir näherten uns der Bucht von Vigo, dem Ziel unserer nächsten Station. Wenn Sie uns bei einem Ausflug nach Santiago de Compostela begleiten wollen, klicken Sie auf den Link "Vigo".

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