Besuch auf der Fischerinsel

Zwei Namen, eine Insel: Isola dei Pescatori (Fischerinsel) oder Isola Superiore (die obere Insel) ist das dritte touristische Kleinod, das zu den "Borromäischen Inseln" im Lago Maggiore gehört. Kunstwerke oder barocke Gärten sucht man auf diesem Eiland vergeblich, stattdessen findet der hungrige Tourist viele kleine Restaurants, die mit Angeboten locken.

Eine Insel wie ein Gemälde: die Kirche mit dem spitzen Glockenturm, die fast wie selbstverständlich aus der Mitte der sie umgebenden Häuser herausragt. Friedlich liegt es da, das kleine Eiland, benannt nach den "Pescatori", den Fischern, von denen auch heute noch einige wenige auf der Insel leben und ihren Fang in einem der vielen Restaurants feilbieten. Machen Sie einen Rundgang und lassen Sie sich treiben, wenn möglich nicht von einem drängelnden Hintermann. Entdecken Sie Winkel, Gassen, Treppen oder Überhänge und stärken Sie sich dann in einem der Lokale. Die Menschen hier sind freundlich, die Preise nicht übertrieben, das Essen bodenständig und das tiefe Blau des Lago Maggiore begleitet Sie ohnehin den ganzen Tag.  

Bei einem Rundgang über die Insel kommt man auch an der Kirche "San Vittore" vorbei. Sucht man Schatten oder Ruhe oder beides, wird man hier fündig.

Hat man die schattenspendenden Gassen und Winkel verlassen, gelangt man nach wenigen Metern wieder zum See und blickt zurück zur Isola Bella.

Ein kleiner Rundgang auf der "Isola Madre"

Der Bootsverkehr zwischen den Borromäischen Inseln funktioniert glücklicherweise schnell und zuverlässig und weil man die Sonnentage nutzen muss, fahren wir vom Bootsanleger weiter zur letzten Station im Lago Maggiore, zur Isola Madre.

Vom 24. März bis zum 21. Oktober kann die Isola Madre im Jahr 2012 besucht werden. Das Kombiticket (Isola Bella + Isola Madre) kostet für Erwachsene 18,00 Euro. Die 330 Meter lange und 220 Meter breite Insel ist die größte der Borromäischen Inseln, aber trotzdem noch klein und damit übersichtlich genug, um eine Besichtigung an einem Tag vorzunehmen. Sowohl das Schloss als auch der botanische Garten lohnen einen Aufenthalt. Der im Jahr 1590 erbaute Palazzo glänzt u.a. mit einer imposanten Puppen- und Marionettensammlung aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert.

Darüber hinaus können weitere Kunstwerke wie Gobelins oder Gemälde bewundert werden. Das Schloss, das von außen einen eher unscheinbaren Eindruck macht, kann durchaus mit seiner Geschichte glänzen.

Die meisten Besucher kommen aber wegen der üppigen Vegetation, der 200 Jahre alten Kaschmirzypresse, den Azaleen oder den Rhododendren. Ein ornamental gestalteter Garten wartet auf die Liebhaber exotischer Pflanzen. Bevölkert wird dieses Paradies aber auch noch von frei laufenden Fasanen oder stolzen Pfauen.

Hinweis: Alle Vorschaubilder vergrößern sich nach Klick!

Die Farbenpracht des botanischen Gartens verzaubert ihre Besucher, aber irgendwann müssen wir "Palmenweg", "Brunnenrasen" oder "Kaschmirloggia" Adieu sagen. Ein Besichtigungsmarathon, der in einem wahren Farbenmeer gipfelt, geht zu Ende. Die Gärten am Lago Maggiore haben auch uns in ihren Bann gezogen. Nach einem herrlichen Tag fahren wir mit dem Boot zurück nach Stresa.

Von der dortigen Anlegestelle ist es nur ein Katzensprung zu unserem Hotel "Royal". Dort machen wir uns frisch und beschließen, einen Spaziergang in die Altstadt zu machen. Wenn Sie Lust haben, begleiten Sie uns einfach!

 

Home Stresa Start Reisebericht

Reiseberichte.com