Die MS Primadonna wurde im Jahr 1998 gebaut, sie ist 113,4 Meter lang und 17,4 Meter breit. Sie bietet Platz für 156 Passagiere und etwa 41 Besatzungsmitglieder. Die Passagiere können wählen, ob sie eine komfortable Kabine auf dem Ober- oder Mitteldeck mit Balkon haben möchten oder sich für eine Kabine auf dem Hauptdeck entscheiden. Letztere bietet ein Bullauge für den Blick nach draußen. Die Balkonkabinen sind schräg angeordnet, so dass die Balkone zu den daneben befindlichen Kabinen nicht einsehbar sind.

Der Flusskreuzer fällt allein schon durch die Katamaran-Bauweise auf, die auf der Donau einmalig sein dürfte. Auch die Panoramaverglasung am Bug ist eine Besonderheit, die den Passagieren immer wieder herrliche Aussichten auf Fluss und Landschaft bietet. Die Stuhlreihen sind wie in einem Stadion angeordnet, so dass die Sicht nach vorne absolut uneingeschränkt ist, hier ist man tatsächlich mittendrin statt nur dabei.

Unsere Kabine war auf dem Hauptdeck und hatte ein großes Bullauge. Zur Ausstattung zählen: eine Minibar, ein kleiner Safe, vier Schrankabteile (die Kabine verfügte über zwei untere Betten (davon ein Sofabett), sowie über zwei herunter klappbare Oberbetten, so dass theoretisch 4 Personen untergebracht werden können, ein schmaler Schreibtisch, ein großer Spiegel, individuell regelbare Klimaanlage, 1 Sat-TV-Gerät mit 7 deutschen Sendern und einem DVD-Kanal, Dusche, WC, reichlich Ablagemöglichkeiten im Bad, Seifenspender, Kleenex-Tücher, die Dusche hat nur einen Vorhang, eine Duschwanne gibt es nicht, das Wasser ist aber schnell abgelaufen, Reinigung der Kabine 2x täglich, von den Nachbarn hörte man hin und wieder den Fernseher oder das morgendlich Gähnen, aber die Motorengeräusche waren da deutlich lauter, ebenso wie das Schlagen der Wellen an die Bordwand. Da besonders auf der Strecke von Passau nach Wien viele Schleusen zu durchfahren sind, kommt es hier immer wieder zu Lärmbelästigungen, die unvermeidbar sind. 

Gut gefallen hat uns das Panorama-Restaurant, wo die schön eingedeckten Sechser-Tische für eine angenehme Wohlfühl-Atmosphäre sorgen. Zur Gastronomie lässt sich Folgendes sagen: Reichhaltiges Frühstücksbüffet mit Eierspeisen, mehreren Brötchen- und Brotsorten, drei verschiedene Säfte, Obst, Müsli, Marmeladen, süße Teilchen, Kaffee, Tee, abwechslungsreiche Menüs zum Mittag- und Abendessen, mit Salat, Vorspeise, Fleisch- oder Fischgericht oder vegetarische Variante, themenbezogene Gerichte, z.B. wurde in Wien ein butterweicher Tafelspitz serviert, während es in Budapest zartes Kalbsgulasch gab. Die Getränke waren relativ teuer: 1 Fl. Mineralwasser 0,75 Ltr. 4,20 Euro, 1 Gösser-Bier 0,33 Ltr. 4,20 Euro, 1 Cappuccino 3,20 Euro.

Der Service in den Restaurants, in der Kabine und am Empfang war hervorragend. 40 Crew-Mitglieder aus 9 Nationen sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Man hat für die Passagiere immer ein Lächeln und den einen oder anderen Witz parat. Die Reiseleiterin stellte immer sehr informatives Material für die Ausflüge zusammen. Auch der ungarische Kapitän Attila Lukacs ließ sich des öfteren sehen und er erklärte uns bei einem Besuch im Steuerhaus geduldig und fachkundig Details zu seinem Schiff.

Die Primadonna bietet ihren Passagieren ein großzügiges Atrium mit vielen Sitzgelegenheiten, ferner befinden sich ein Wellnesbereich und ein kleiner Shop an Bord. Der Wellnessbereich konnte leider nicht genutzt werden, weil sich ein Magen-Darm-Virus eingeschlichen hatte, der zur Schließung des einen oder anderen öffentlichen Bereichs führte. Auch der Fahrstuhl war meistens nicht nutzbar, überhaupt lässt sich feststellen, dass die Primadonna nicht gerade behindertengerecht ist.

Überhaupt nicht gefallen hat uns der Salon, in dem die Rettungsübung abgehalten wurde und der für Informations-Veranstaltungen u.ä. genutzt wurde. Die Klimaanlage kühlte den Raum derart runter, dass man Winterkleidung benötigte, um nicht zu frieren. Der Salon wirkte auch architektonisch kühl, es war finster und die extrem enge Anordnung der Stühle ließ keine Gemütlichkeit aufkommen.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die MS Primadonna ein modernes Schiff mit eigenwilliger Bauweise ist, die sicher den einen oder anderen ungewöhlichen Blick auf Fluss und Landschaft ermöglicht. Die Gastronomie hat uns durchaus zufrieden gestellt, jedoch empfanden wir die Getränkepreise als überhöht. Mit den folgenden Bildern endet der Informationsteil zur MS Primadonna.

Beginnen Sie jetzt mit der Lektüre zur eigentlichen Kreuzfahrt, die in Passau startet.

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Eine Bewertung zur MS Primadonna bei Holidaycheck kann hier nachgelesen werden:

Holidaycheck