Freitag, 10. Mai 2013 (Nizza)

Die FTI.Berlin erreichte Nizza, den letzten Hafen unserer erlebnisreichen Kreuzfahrt, kurz vor acht Uhr. Noch war es sonnig und wir frühstückten ein allerletztes Mal auf dem Promenadendeck, wo sich Sonja noch einen Crepes mit Schokoladensoße gönnte.

Auch mir schmeckten die Rühreier wieder prima und wir konnten uns nur schwer an die Vorstellung gewöhnen, dass wir ab sofort wieder selbst für unser leibliches Wohl verantwortlich waren. Ein Blick über die Reling bestätigte, dass die Koffer schon auf dem Parkplatz standen und auch der eine oder andere Bus auf die Passagiere wartete. So schnell wie das Einchecken klappte auch das Auschecken. Am Vorabend hatten wir unsere Rechnung auf der Kabine und die Koffer stellten wir vor die Tür. Alles lief reibungslos. Ein kurzes Winken hier, eine verdrückte Träne da, dann standen wir auch schon vor der ansehnlichen Sammlung an Koffern und suchten unsere Exemplare, die wir schnell fanden.

Ein antiquierter Bus der Firma "Robbys Reisen" stand schon parat und die Koffer waren schnell verstaut. Dann ging die lange Fahrt, die uns diesmal über die Schweiz nach Bayern führte, heimwärts.

 

Anfangs war das Wetter noch passabel, aber ab Genua verschlechterte es sich zusehends. Aus leichtem Regen wurde starker und der blieb uns bis zum Schluss. Im Bus, der diesmal immerhin von einer ausgeschlafenen Crew chauffiert wurde, war es entweder zu kalt oder viel zu heiß. Die Fahrer waren offensichtlich mit der Technik ihres Gefährts wenig vertraut.

Aber auch dieser lange Schlauch ging einmal zu Ende und so kamen wir nach knapp 12-stündiger Fahrt wohlbehalten in München-Fröttmaning an, wo uns Tochter und Schwiegersohn abholten. Eine unvergessliche Reise ging damit zu Ende.

Fazit

Hauptmotiv für die Buchung der Kreuzfahrt war eindeutig die Route. Ziele wie die romantische kleine Insel Symi, das unvergleichliche Santorin oder das uns unbekannte Valletta waren Grund für die Auswahl. Auch die Durchfahrt durch den Kanal von Korinth lockte und so nahmen wir die vermeintlichen Nachteile wie die Größe des Schiffs oder das Fehlen von Unterhaltungsmöglichkeiten (z.B. Theater oder Casino oder Wellness) in Kauf.

Es stellte sich jedoch sehr bald heraus, dass nicht nur die einzigartige Route, sondern auch das Schiff selbst ein Erlebnis sind. Wir empfanden es als sehr angenehm, wenn man sich in seiner Muttersprache unterhalten kann, ohne überlegen zu müssen, ob man vielleicht mit Englisch besser beraten wäre. Auch die Größe des Schiffs war kein Nachteil, sondern ein Vorteil. Häfen wie Symi oder Kos können mit großen Schiffen erst gar nicht angelaufen werden und natürlich ist es auch sehr angenehm, wenn man nicht erst an 20 Bussen vorbei gehen muss, um dann von seinem Reiseleiter begrüßt zu werden. Mehr als vier Busse standen nie am Kai, wenn die FTI.Berlin anlegte.

Der größte Vorteil des Schiffs war aber das Promenadendeck. Vergleichbares haben wir auf unseren bisherigen Kreuzfahrten mit Costa nicht erlebt. Diese Nähe zum Meer, zur Landschaft oder den Häfen ist einzigartig. Natürlich muss das Wetter mitspielen, ansonsten fällt das Vergnügen buchstäblich ins Wasser. Aber auch in dieser Beziehung hatten wir riesiges Glück. Je weiter südwärts wir fuhren, umso wärmer wurde es. Oft war der Himmel wolkenlos und die Sonne strahlte mit uns um die Wette. Auch die Liegezeiten der FTI.Berlin waren gut gewählt. Wir hatten immer genügend Zeit, um alles in Ruhe anschauen zu können.

Die "Dionysos"-Tour war die schönste Kreuzfahrt, die wir bisher erlebt haben. Die Erfahrungen mit der FTI.Berlin haben uns bestärkt, auch in naher Zukunft nicht mehr mit Schiffen zu reisen, die mehr als etwa 1.500 Passagieren Platz bieten. Überhaupt sollte man sich nicht schon von vorneherein auf diesen oder jenen Veranstalter festlegen, weil man sich damit selbst mögliche Chancen auf erlebnisreiche Kreuzfahrten verbaut.

Damit endet nun der Reisebericht über die Fahrt mit der FTI.Berlin ins östliche und westliche Mittelmeer. Ich bedanke mich für das Interesse und die Ausdauer beim Lesen und freue mich auf ein "Wiederlesen" an anderer Stelle bei "Kurzgeschichten und Meer".

Wenn Ihnen die FTI.Berlin beim Lesen des Berichts ans Herz gewachsen sein sollte, dann haben Sie in der folgenden Aufstellung noch einmal die Gelegenheit, das Schiff in allen Häfen bewundern zu können. Klicken Sie sich einfach rein!

   

   

 

   

 

 

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Natürlich würde ich mich auch sehr freuen, wenn Sie für meinen Reisebericht abstimmen würden. Danke!

 

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Übrigens: Eine Kurzform des Berichts finden Sie auch auf den Seiten von "Der Kreuzfahrttester".