Mittwoch, 27.06.2012 (Überführung Wohnmobil)

Ich verspürte schon am Morgen ein gewisses Bauchkribbeln, denn heute holten wir unser fahrendes "Zuhause" für die kommenden vier Wochen in München bei der Verleihstation ab. Natürlich hatten wir schon fast ein Jahr davor alle in Frage kommenden Händler abgeklappert, im Internet recherchiert, Freunde und Kollegen nach eventuellen Erfahrungen gefragt und sind dann schließlich bei der Firma Berger-Fahrzeuge (Existiert mittlerweile nicht mehr!) in München gelandet, die im Auftrag des ADAC u.a. auch Wohnmobile vermietet.

Die Entscheidung für einen so genannten "Kastenwagen" fiel relativ schnell. Er ist nur 2,05 Meter breit und damit um 25cm schmaler als die Fahrzeuge mit "Alkoven". Vor allem in Norwegen erwies sich das als großer Vorteil, denn die Straßen sind zum Teil extrem eng, mitunter auch nur einspurig zu befahren. Auch für Tunnelfahrten schien uns der La Strada besser geeignet zu sein. Im Übrigen verfügte unser Mini-Rotel über zwei vollwertige Schlafplätze. Das Doppelbett befand sich am Heck, war knapp 1,60 Meter breit und gut erreichbar. Unmittelbar davor war das ultrakleine Bad mit Toilette eingebaut, gegenüber der Kühlschrank, neben diesem wiederum der Gasherd. Die dazugehörige Gasflasche war in einem gesonderten Fach, ebenfalls im Heckbereich zu finden. Der La Strada hatte darüber hinaus eine Länge von 5,99 Meter. Die Länge ist gerade für Norwegen-Urlauber von beinahe existenzieller Bedeutung, sind doch bei Fährüberfahrten zum Teil horrende Preise zu zahlen, wenn die 6 Meter überschritten werden. So sah unser Wohnmobil aus:

Um 12.00 Uhr waren die Formalitäten erledigt und die Einweisung begann. Als wir das vergleichsweise kleine Bett sehen, kommen sofort erste Zweifel: hier sollen wir die nächsten vier Wochen schlafen? Der Mann von der Verleihfirma legt dann aber auch schon los. Im Schweinsgalopp geht es durch das vielschichtige Innenleben des Wohnmobils. Wir werden in die Geheimnisse der Toiletten-Benutzung eingeweiht, bekommen die Handhabung der Gasflasche erklärt und das Anbringen der Markise. Nach einer Viertelstunde brummt uns schon gewaltig der Schädel. Wer soll sich das denn alles merken?

Nach einer Stunde ist die Prozedur überstanden und ich klemme mich hinter das Steuer. Motor einschalten, ersten Gang einlegen und nach den ersten unsicheren Ruckelbewegungen kämpfe ich mich durch den Münchner Großstadtverkehr. Aber ich komme überraschend gut und schnell mit dem Fiat Womo zurecht. Nach einer weiteren Stunde parke ich vor unserem Haus in Landshut. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass wir weitere vier (!) Stunden benötigen würden, um das Womo zu beladen.

Kerstin, die Lebensgefährtin unseres Sohnes, stellte die berechtigte Frage, ob wir ausziehen würden. Gefühlte zwei Tonnen Koffer, Kartons und Taschen wollen schließlich so untergebracht sein, dass man hinterher auch alles wieder findet. Zum Abschluss schlossen wir das Womo noch an den Strom an, um den Kühlschrank auf Temperatur zu bringen.

Apropos Strom. Bedenken Sie bei Ihrer eigenen Fahrt in den hohen Norden, dass Ihnen der Vermieter eine Kabeltrommel und die erforderlichen Adapter an die Hand gibt. Die Detailinformationen hierzu haben wir von Joachim Beetz erhalten, der die ausgezeichnete Seite www.norwegenerlebenisse.de betreibt. Herzlichen Dank dafür.

Das Halbfinale der Fußball-EM zwischen Spanien und Portugal interessierte mich an diesem Abend auch nur am Rande. Wir gingen früh schlafen, denn am nächsten Morgen hieß es: "Skandinavien, wir kommen!"

Donnerstag, 28.06.2012 (Tag 1)

Tagesziel: Hobro, gefahrene Kilometer Landshut - Hobro (Dänemark): 1.186. Kosten für Übernachtung: 26,80 Euro (inkl. Strom)

 

 

 

Um 6.15 Uhr prügelt uns der Radio-Wecker mehr als unsanft aus den lieb gewordenen bayerischen Betten. Nach einer schnellen Tasse Kaffee starten wir dann unser "Norwegen-Abenteuer 2012" (das uns tageweise, nebenbei bemerkt, natürlich auch nach Schweden führt!).

Wir fahren zunächst nach Siegenburg und dort auf die Autobahn Richtung Regensburg. Dann ging es weiter über Weiden, Magdeburg, Wolfsburg, Hannover und schließlich Hamburg. Bei derartigen Reisen merkt man wie lang Deutschland eigentlich ist. Die Sache zieht sich jedenfalls, aber das Fahren mit dem Womo ist unproblematisch und wie ich feststelle auch komfortabel. Ich beginne zu begreifen, wie sich die Könige der Autobahnen, die Trucker, fühlen müssen, wenngleich die noch einen Meter (mindestens) höher sitzen.  Wir machen konsequent alle zwei Stunden eine kurze Pause und verzehren den vorbereiteten Proviant. Da die Tagestour lang und anstrengend ist, möchte mich Sonja ablösen. Das Fahren mit dem "La Strada" macht ihr sichtlich Spaß und sie kommt auf der Autobahn prima damit zurecht.

Gegen 14.00 Uhr passieren wir Hannover, wir sind gut in der Zeit und wollen so weit wie möglich Richtung Hirtshals (Dänemark) vorankommen. Von dort gehen die Fähren der Color Line nach Larvik (Norwegen). Kurz vor Hamburg steuern wir einen McDonalds an und machen noch eine längere Essenspause bevor wir das letzte Teilstück in Angriff nehmen. Wir tauschen anschließend die Plätze und ich setze mich wieder ans Steuer. Die Köhlbrandbrücke begrüßt uns gegen 16.30 Uhr und obwohl eigentlich Rush-Hour ist, hält sich der Verkehr gen Norden doch in erfreulich geringen Grenzen und wir kommen ohne Stau durch den Elb-Tunnel. Deutschland neigt sich unwiderruflich seinem (geografischen) Ende zu, wir passieren Flensburg und überqueren schließlich unbemerkt die dänische Grenze. Unser heutiges Ziel ist der Camping-Platz in Hobro. Von dort sind es nur noch 125km bis Hirtshals.

Um 20.30 Uhr kommen wir in Hobro an. Der Betreiber des Platzes begrüßt uns in einem lustigen Deutsch. Es ist nicht viel los in dieser Ecke Dänemarks und wir können zügig einchecken. In Hobro erstehen wir auch gleich die "Camping-Card", die hier in Form eines großen DIN A 4-Zettels ausgestellt wird. Darüber haben sich später viele Norweger blendend amüsiert!

Der Preis von 26,80 Euro erschien uns nicht gerade günstig. Im Laufe der Reise stellte sich dann allerdings heraus, dass er sogar deutlich unter dem Durchschnitt lag. In den folgenden 21 Nächten zahlten wir im Schnitt 30,07 Euro. Immerhin haben wir hier Strom und ich schließe auch frohgemut die Kabeltrommel an. Doch der Kühlschrank läuft trozdem nicht. Ich kontrolliere die Steckverbindungen, kann aber keinen Fehler entdecken. Das fängt ja gut an! Sonja überprüft meine Handgriffe und entdeckt sofort, dass ich das Stromkabel an Steckplatz Nr. 81 angeschlossen hatte, gemietet hatten wir aber die Nr. 83. Problem gelöst. Ich ärgerte mich auch nur kurz über meinen Anfängerfehler. Es war  schon eher eine amüsante Randnotiz.

In der Folge kämpften wir mit den Jalousien an der Frontscheibe des La Strada. Diese Teile wurden eindeutig nach dem Prinzip "Vor Gebrauch wegwerfen!" produziert. Sie waren billig, extrem druckempfindlich und schlichtweg nicht zu gebrauchen. Im weiteren Verlauf der Reise ignorierten wir die Front-Jalousien und behalfen uns mit Handtüchern. An diesem Abend hatten wir für derlei Feinheiten ohnehin keinen Geist mehr. Wir waren hundemüde, die annähernd 1.200 Kilometer zeigten jetzt doch Wirkung. Der lange Schlauch hatte scheinbar so viel Substanz gekostet, dass wir völlig vergaßen Bilder vom Campingplatz zu machen. Auch dass Deutschland zu diesem Zeitpunkt das Halbfinalspiel gegen Italien schon verloren hatte, erfuhr ich erst am nächsten Tag!

Freitag, 29.06.2012 (Tag 2)

Tagesziel: Oslo, gefahrene Kilometer Hobro - Hirtshals: 125 Gefahrene Kilometer Larvik - Oslo: 160, Kosten für 2 Übernachtungen: 84,53 Euro (inkl. Strom und Dusche)

 

 

 

Geweckt wurden wir von einem ausgesprochen nervigen Handy-Klingelton gegen 7.30 Uhr. Ich war aber bereits in den Stunden davor immer wieder hoch geschreckt. Irgendwelche Geräusche ließen keine richtige Ruhephase aufkommen. Die Geräusche entpuppten sich dann jedoch als Regentropfen! Ernüchternd! Der Himmel war grau in grau. Diese Farbe war uns von der "Nordkap-Tour 2009" noch in allerbester Erinnerung.

Wir frühstückten erstmals in der Enge des Wohnmobils. Die Handgriffe saßen noch nicht, jede Schublade wurde zweimal (mindestens) geöffnet. Auch Urlaub mit dem Wohnmobil will gelernt sein! Ich entsorgte den Abfall und wir verabschiedeten uns aus Hobro. Die Strecke nach Hirtshals legten wir in 90 Minuten zurück. Im Vergleich zu gestern ein Katzensprung. Zwischendurch goss es immer wieder wie aus Kübeln.

Gegen halb elf zückten wir unseren per Internet ausgedruckten und bezahlten Voucher für die "Super Speed 2"-Fähre der "Color Line".

Das High-Tech-Teil selbst pflügt mit mehr als 27 Knoten durch die an diesem Tag ziemlich bewegte Ostsee. Bevor wir im Schlund der Super Speed 2 verschwanden, reihten wir uns in die Schlange der Wartenden ein. Auf folgendem Bild steht unser Womo an zweiter Stelle. Im Vergleich wirkt es hier geradezu mickrig.

Die Super Speed 2 ist, genau so wie ihre baugleiche Schwester, die Super Speed 1, mit allem erdenklichen Schnickschnack ausgestattet, den auch ein Kreuzfahrtriese bietet. Es ist schon erstaunlich, wenn man bedenkt, dass auf einer derartigen Fähre nicht nur mehr als 1.900 Passagiere sind, sondern auch noch 764 Pkws Platz finden.

Allein die Einfahrt in den Schlund dieser Riesenfähren ist immer wieder ein Erlebnis. Der Preis für die Fährüberfahrt betrug im Übrigen 154,00 Euro. Die Fahrt hatten wir im Internet gebucht und dabei noch kurzfristig eine Terminänderung vorgenommen, weil die Fahrtzeiten je nach Saison variieren und wer flexibel ist, kann hier durchaus ein paar Euro sparen.

Wir gönnen uns einen Riesenhamburger mit Pommes, der mit 13,00 Euro zu Buche schlägt. Ein erster Vorgeschmack auf die hohen Preise in Skandinavien. Zu bemerken ist noch, dass auf der Fähre auch in Euro bezahlt werden kann. Beim Beobachten der Passagiere fällt mir zweierlei auf: die Skandinavier, die sich in der überwiegenden Zahl an Bord befinden, sind kinderfreundlich und Alkoholliebhaber. Jedenfalls konnte ich eine derartige Kinderdichte wie hier an keinem anderen Ort der Welt bislang feststellen. Außerdem schleppten genau jene kinderlieben Menschen tonnenweise Alkohol aus dem zollfreien Getränkeshop. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Dank einer Höchstgeschwindigkeit von 27 Knoten verging die Zeit an Bord fast wie im Flug. Ein paar Bilder zur Fähre gibt es hier:

Wer Interesse an meiner detaillierten Kritik hat, klickt sich bitte bei Holidaycheck rein. Weitere Details zur Fähre, zu Angeboten und Preisen sind auf der Seite von Color Line zu finden.

Nach einer knapp vierstündigen Fahrt legt die Super Speed 2 auf norwegischem Boden in Larvik an. Es ist 16.30 Uhr und bis Oslo sind es noch 160 Kilometer. Kein Problem, ist man gewillt zu sagen, ist auf unserer ADAC-Straßenkarte doch eine so genannte "Schnellstraße", die E 18, eingezeichnet. Aber die  zeichnet sich vor allem durch eines aus: Baustellen!  Genau genommen ist diese Straße eine einzige Baustelle, die uns bis Oslo begleitet.

Endlich, gegen 19.00 Uhr, erreichen wir dann den Camping-Platz unserer Wahl "Ekeberg Camping" (Ekebergveien 65  1181 Oslo, Norwegen, Email: mail@ekebergcamping.no). Hier warten 700 Einheiten auf den Oslo-Besucher und man hat, schönes Wetter vorausgesetzt, einen herrlichen Blick auf den Oslo-Fjord und die Stadt. Wir hatten weder das eine noch das andere, so dass es auch von diesem Platz keine Bilder gibt. Das Areal wirkt auf den ersten Blick ziemlich unübersichtlich, sehr hügelig und unsortiert. Wir finden schließlich ein Plätzchen, das nicht allzu abschüssig ist und sparen uns so das Unterlegen von Keilen. Hier ist der Weg vom Wohmmobil zur Steckdose ziemlich weit, so dass wir ohne Kabeltrommel aufgeschmissen gewesen wären. Auf Kochen haben wir auch heute keine Lust und rechtschaffen müde sind wir ohnehin. Um 21.30 Uhr machen wir die Schotten dicht und schlafen richtig gut. Vielleicht liegt das daran, dass alle Probleme zuhause zurück gelassen worden sind?

Samstag, 30.06.2012 (Tag 3)

Wir wachen um 7.30 Uhr auf. Eigentlich geht der Urlaub erst heute richtig los. Bis jetzt war es nichts weiter als eine überlange Anreise. Vergessen ist der gestrige Dauerstau auf der E 18, wir sind schließlich in Norwegen und hier wurde bekanntlich die "Entschleunigung" erfunden. An der Rezption warten meist zwei freundliche Helfer bis 23.00 Uhr auf alle erdenklichen Fragen der Touristen. Wir erstehen zwei Tageskarten zum Preis von je 75,00 NKr. Damit können wir Busse, Straßen- und U-Bahnen benutzen. Praktischerweise ist die Haltestelle der Linie Nr. 34 direkt am Camping-Platz Ekeberg. Einer Eroberung von Oslo steht damit nichts mehr im Weg. Wir fahren bis zum Nationaltheater.

Die ansonsten freundlichen Farben des Bauwerks bleiben an diesem Tag leider blass. Zu Fuss gehen wir weiter bis zum Rathaus, dessen schlichte Architektur nicht darüber hinwegtäuschen soll, dass im Inneren großartige Kunstwerke auf die Besucher warten.

Das Rathaus wurde zwischen 1931 und 1950 gebaut und ist heute eines der berühmtesten Wahrzeichen der Stadt, die etwa 600.000 Einwohner zählt. Vor dem Rathaus befindet sich natürlich auch der unvermeidliche Souvenir-Shop, in dem wir gleich die ersten Ansichtskarten erstehen.

Dann geht's weiter zur "Karl Johans Gate", Oslo's Einkaufs- und Flaniermeile. Trotz der niedrigen Temperaturen zeigen die Hauptstädter viel Bein, während wir samt dreier Kleiderschichten immer noch frösteln. Wir besichtigen den Dom und begutachten das norwegische Parlament.

Zwischendurch verdrücken wir die mitgebrachten Wurstbrote, die wir am Morgen vorbereitet hatten. Besonders erfreut sind wir über das erste Zusammentreffen mit unseren geliebten Trollen.

Die Hauptstadt Norwegens machte es uns auch bei diesem Besuch nicht leicht. Zeitweise hatten wir den Eindruck, Oslo wäre von Baukränen eingekreist. Manche Baustellen erschwerten uns auch den Zugang zur einen oder anderen Sehenswürdigkeit. So war es auch bei einem weiteren Highlight, der Oper. Zweifellos ist die Architektur gewagt, aber auch innovativ, in jedem Fall äußerst sehenswert. Leider war das Wetter wieder nicht unser Freund. So müssen sich auch die Leserinnen und Leser dieses Reiseberichts mit den "dunklen Wolken" abfinden. Aber ein Hingucker ist die Oper allemal. Und wenn man erst einmal vor diesem architektonischen Glanzstück steht, sind die Baukräne ohnehin vergessen. Auch die Toiletten im Gebäude sollten Sie besichtigen, so etwas sieht man ebenfalls nicht alle Tage!

Das Dach der Oper ist übrigens begehbar. Wenn man dann auf diesem weißen Marmor steht und den Blick über den Oslo-Fjord schweifen lässt, kann man schon mal ins Grübeln kommen. Die Oper verfügt nämlich über sagenhafte 1.500 Innenräume. Auch das ein Superlativ, der einen Vergleich mit der Oper von Sydney naheliegend macht.

Wie immer, wenn man in Großstädten unterwegs ist, legt man einige Kilometer zu Fuß zurück. Das geht zwar an die Kondition, aber bei derartigen Sehenswürdigkeiten vergisst man dann auch mal die Blasen an den Füßen. Wir wollten den Tag im Vigeland-Park ausklingen lassen, der uns schon im Jahr 2009 mehr als beeindruckt hatte.

Die mehr als 200 Stein- und Bronze-Skulpturen begeisterten uns auch im Jahr 2012. Diese einzigartigen Kunstwerke strahlen etwas ganz Besonderes aus. Vielleicht ist es das Menschliche, das eigentlich selbstverständlich sein sollte, das aber vermutlich in der heutigen Zeit mehr und mehr verloren geht. Vigeland hat seine Figuren so dargestellt, wie Gott sie geschaffen hat: nackt! Die Nacktheit erleichtert dem Betrachter den unverfälschten Blick und er erhält Einblicke in alle Lebensstadien. Nehmen Sie sich daher unbedingt Zeit und schlendern Sie durch einen Park, der bestimmt auch Sie in seinen Bann ziehen wird!

Mit der Straßenbahn fahren wir bequem zum Haupteingang und freuen uns, dass es, anders als vor drei Jahren, wenigstens nicht regnet. Aber auch bei schlechtem Wetter zieht es jährlich etwa 1 Million Besucher in den Park, die ebenfalls teilhaben wollen an der Magie, die von Vigelands Figuren ausgeht. Wir erfreuen uns erneut am "Trotzkopf", der zornig mit dem Fuß aufstampft und vermutlich jeden anblafft, der ihn nach seiner Laune fragt.

Mit Fotos vom 17 Meter hohen Monolithen, der mit unglaublichen 121 Figuren bestückt ist, verlassen wir den Park.

Um 17.30 Uhr sind wir wieder auf dem Camping-Platz mit einem "Rucksack voller Erinnerungen". Heute wird zum ersten Mal der Gasherd ausprobiert. Kartoffeln, Rühreier und ein schmackhafter Tomaten-Gurken-Salat stehen auf dem Speiseplan.

Alles schmeckt prima und so können wir nach dem ersten "richtigen" Urlaubstag ein durchaus zufriedenes Fazit ziehen. Morgen wollen wir zum Holmenkollen, vielleicht spielt dann auch das Wetter wieder besser mit. Zuvor möchte ich Sie aber noch mitnehmen auf einen Bummel durch Oslo mit all seinen Sehenswürdigkeiten. Die Fotoshow zeigt noch einmal viele Bilder mit Kunstwerken im Osloer Rathaus und nicht zuletzt eine große Auswahl an Skulpturen im Vigeland-Park.

Haben Sie sich gut erholt vom ersten Tag Sightseeing in Oslo? Dann folgen Sie uns doch auf der weiteren Tour durch Norwegens Hauptstadt, nach Heddal und zu den "stürzenden Wassern". Ich kann Ihnen versprechen, es wird nass!

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