Als wir Ende der 1980er Anfang der 1990er Jahre zum ersten Mal in Jesolo waren, konnten wir uns nicht vorstellen, irgendwann immer in ein- und demselben Hotel zu logieren. Mit zwei kleinen Kindern ist man immer auf der Suche nach einem Haus, das möglichst nah am Strand liegt, eine gute Kinderermäßigung anbietet und eine Garantie für einen unbeschwerten Urlaub verspricht. Auf einem unserer Strandspaziergänge kamen wir 1993 am Hotel Ancora vorbei, nahmen einen Prospekt mit und buchten für den Sommer 1994. Das war der Beginn einer bis heute andauernden Urlaubsbeziehung.

Der Blick in das eigene Fotoarchiv zeigt, wie sehr sich das Hotel verändert hat. Zierten das Haus in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts gerade mal zwei Sterne, schaffte die Familie Anzanello in der Folgezeit den Spagat zwischen ständiger Erneuerung und Aufwertung des Hotels einerseits und einem gleichbleibend hohen Service garniert mit Freundlichkeit, hervorragender Küche und sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis andererseits.

Das Foto links und die Postkarte rechts zeigen das Ancora im Jahr 1994. Natürlich war schon damals der zur Verfügung stehende Strandabschnitt etwas breiter, das freute vor allem die Kinder. Da spielte es auch keine Rolle, dass wir im Zimmer noch keine Klimaanlage hatten. Hauptsache, die Pasta schmeckte den Kleinen. Nebenbei bemerkt, den Großen selbstverständlich auch.

In den Folgejahren kamen wir immer wieder ins Ancora, mittlerweile haben wir das Dutzend wohl voll gemacht. Aber im Sommer 2011 erlebten wir dann doch eine Überraschung. Die Familie Anzanello hatte das Haus quasi entkernt und vollkommen neu gestaltet. Sowohl von Außen als auch von Innen erkannten wir das Ancora kaum wieder. Sogar einen Swimmingpool hatte Herr Anzanello seinen Gästen spendiert.

Die obigen Aufnahmen zeigen die gelungene Verwandlung eines eher sachlichen Hotelkomplexes in ein warm gestaltetes freundliches Haus, das schon durch die äußere Farbgebung Lust auf einen Spaziergang im Inneren macht.

Je öfter wir nach Jesolo gefahren sind, um so mehr kam dieses Gefühl des "Nach-Hause-kommens" auf. Das liegt in erster Linie an der Herzlichkeit der Eigentümer-Familie Anzanello, die es über die Jahrzehnte geschafft hat, das Haus ständig dem Zeitgeist anzupassen und dabei trotzdem die Nähe zum Gast nicht zu verlieren. Schon bei meiner letzten Bewertung bei Holidaycheck schrieb ich von einem Drei-Sterne-Haus mit Vier-Sterne-Standard.

Mittlerweile hat das Ancora tatsächlich den vierten Stern und eine Tiefgarage.  Damit gewinnen nicht nur die Gäste noch mehr an Komfort, sondern auch die Anzanellos, denen damit stundenlanges Rangieren in der Nacht erspart bleibt.

Das Hotel Ancora ist aus unserer Sicht das perfekte Haus für einen Urlaub an der italienischen Adria. Es passt einfach alles und es hört beim Hotel nicht auf, wenngleich die Aussichten natürlich auch glänzend sind:

Unmittelbar zwischen Strand und Hotelterrasse führt die Promenade vorbei. Die wird fleißig von allen Jesolo-Urlaubern genutzt und man kann z.B. bis zum Leuchtturm flanieren. Nach dem Abendessen lohnt sich aber auch ein Bummel durch die Fußgängerzone, die mit unzähligen Geschäften, Cafes oder Restaurants lockt.

Wer nach Anregungen für eine Sandburg sucht, wird beim Skulputuren-Festival sicher fündig, das regelmäßig in Jesolo stattfindet. Wer hingegen einen kulturellen Ausgleich bevorzugt, der kann einen Abstecher in das nah gelegene Venedig machen, ein Ausflugsziel, das immer sehenswert ist.

Für uns steht schon seit vielen Jahren fest: wenn wir an die Adria fahren, dann kommt nur das Hotel Ancora in Jesolo in Frage. Denn Nachhause-kommen ist immer wieder schön!

Update 2017

 

 

Weil es bekanntlich Zuhause am allerschönsten ist, haben wir Ende August 2017 kurz entschlossen eine Woche Urlaub im Ancora verbracht. Ich muss allerdings gleich voraus schicken, dass wir Glück hatten, überhaupt noch ein Zimmer zu bekommen. Das Hotel war ausgebucht und wir haben buchstäblich das letzte Zimmer ergattert, es lag im zweiten Stock auf der linken Seite. Der Meerblick war wie immer vielversprechend:

Wir durften wieder eine traumhafte Woche erleben, die Gewitter beschränkten sich zum Großteil glücklicherweise auf die Nacht, so dass wir jeden Tag an den Strand gehen konnten. Nach einem anstregenden Faulenzertag freuten wir uns regelmäßig auf das ausgezeichnete Essen. Wir hatten diesmal einen Zwei-Personen-Tisch unmittelbar an einem der großen Panoramafenster mit herrlichem Blick auf's Meer. Das Essen ist vielleicht sogar noch einen Tick besser geworden und wer bei der Auswahl nichts findet, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen:

Neu war für uns die Tiefgarage, die wir bis dahin noch nicht kannten. Parkplätze sind in Jesolo ganz allgemein Mangelware und auch im Ancora war es über viele Jahre eine große Herausforderung, die Fahrzeuge der Urlauber auch alle unterzubringen. Jetzt hat man also eine Möglichkeit gefunden, auch dieses Problem zu lösen. Dazu fährt man mit seinem Pkw zunächst auf eine Drehscheibe, die dann wiederum so gedreht wird, dass man problemlos in den unmittelbar davor befindlichen Aufzug fahren kann. Und dann geht es per Knopfdruck nach unten.

Wem Strand und Meer nicht reichen, der kann natürlich auch entlang der Via Bafile Unterhaltungsmöglichkeiten finden. So verfügt jetzt auch Jesolo über ein Riesenrad  mit einer Gesamthöhe von 60 Metern. Der Preis für einen Erwachsenen beträgt 10,00 Euro. 

Wer Interesse an meiner aktuellen Hotelbewertung bei Holidaycheck hat, der klickt einfach hier!

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