In Teil VI orientieren wir uns weiter nordwärts, wir machen einen kurzen Abstecher nach Alesund, fahren dann weiter auf der E 136, die zur E 39 wird, über Molde zunächst nach Trondheim, das wir links lassen. Auf der E 6 geht es immer weiter hinauf in den hohen Norden. Vier Fährüberfahrten und knapp 900 Kilometer weiter machen wir einen längeren Stopp am Bronnoysund, wo der berühmte "Berg mit dem Loch" beheimatet ist: Thorgatten. Von dort führt unsere Reise über den nördlichen Polarkreis bei Mo i Rana bis nach Tommerneset, bevor wir auf die Lofoten übersetzen.

Montag, 9. Juli 2012 (Tag 12)

Tagesziel: Valsoytunet, gefahrene Kilometer Runde - Alesund - Valsoyfjord: 345, Kosten für Übernachtung inkl. Strom 33,80 Euro

 

 

 

Die einzigartige Vogelinsel Runde, von der wir vor unserer Ankunft nicht so recht wussten, was wir davon halten sollten, hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Gerne wären wir noch geblieben, auf diesem kargen, unwirtlichen Eiland mit seinen unzähligen Vogelarten, aber der Wettergott war uns nicht gewogen. Wir verließen den schönen Campingplatz von Knut Asle Goksoyr schon ziemlich wehmütig, aber doch mit der leisen Hoffnung, eines Tages wieder zu kommen.

Abschiedsfotos konnten wir nicht schießen, es regnete leider zu stark. Also machten wir uns auf Richtung Alesund, das wir 2009 schon einmal im Nebel kennen lernen durften, aber vielleicht würde es ja noch besser werden. Und tatsächlich, bereits die Überquerung der Rundebrua ließ Hoffnung auf ein paar Sonnenstrahlen aufkommen. Die Sonne blinzelte zaghaft durch die grauen Regenwolken.

Wir fuhren weiter auf der "61" nach Hareid. Dort wartete die erste Fähre nach Sulesund (Kosten ca. 17,00 Euro). Ohne Wartezeit setzten wir über und konnten die Fahrt auf der "61" nahtlos fortsetzen. Mit Alesund hatten wir sozusagen noch eine Rechnung offen. Bei unserem ersten Besuch konnten wir die Aussicht vom Aksla nur eingeschränkt genießen, weil Nebelschwaden über die Häuser zogen. Aber ganz so weit war es noch nicht. Wir wollten einen kleinen Bummel durch die verschlungenen Straßen der Stadt machen und die vielen Jugendstilhäuser mit den Türmen begutachten. Immerhin wird Alesund in regelmäßigen Abständen zur schönsten Stadt Norwegens gewählt.

Doch während wir 2009 noch mit unserem vergleichsweise kleinen und beweglichen Opel Meriva unterwegs waren und auch kleine Parklücken nutzen konnten, war es mit dem Wohnmobil deutlich schwieriger einen der begehrten Stellplätze zu ergattern. So viele Runden ich auch drehte, es war weit und breit kein Parkplatz in Sicht. Zwischenzeitlich erkundigten wir uns am Hafen nach Möglichkeiten. Dort beorderte man uns vor die Tore der Stadt, um ein Park-and-ride-System zu nutzen. Allein das war uns zu umständlich und zeitaufwändig. Dann eben keine Jugendstilhäuser!

Stattdessen fuhren wir ohne Umwege auf den Aksla, den Vorzeigehügel von Alesund, der die zum Teil holprige Auffahrt mehr als wett macht. Man könnte natürlich auch zu Fuß hoch gehen, wenn man die 418 Stufen nicht scheut. Aber erstens bräuchte man dazu erst einmal einen Parkplatz und zweitens die nötige Kondition. Beides hatten wir leider nicht, so dass sich diese Frage erst gar nicht stellte.

So oder so, die Aussichten von dort oben sind wirklich klasse. Wer Lust hat, kann hier am Aussichtspunkt Fjellstua auch ein Bier trinken, wenn er denn über das nötige Kleingeld verfügt. Davon braucht man nämlich jede Menge, um seinen Durst zu löschen, genauer gesagt 10,00 Euro für ca. 0,4 Liter Bier. Dann lieber gleich den Blick auf Alesund, das Meer und die Sunnmors-Alpen genießen.

Die Sonne zierte sich zwar, aber immerhin hatten wir diesmal keinen Nebel. Man wird bescheiden. Nachdem alle Fotos im Kasten waren, setzten wir unsere Reise fort. Die Fahrt ging zunächst zurück auf die E 136 bis Vestnes. Dann ging es auf die zweite Fähre nach Molde zum Preis von 21,00 Euro.

In dieser Gegend ist es ratsam, den Fotoapparat ständig griffbereit zu halten. Wenige Kilometer von Molde entfernt wartet nämlich schon ein weiteres Highlight, die Atlantikküstenstraße (Atlanterhavsveien). Hier wurde dem Atlantik wahrlich ein Schnippchen geschlagen. Die fantastische Schärenwelt wird hier durch gewagte und wunderschön geschwungene Brücken, insgesamt acht an der Zahl, miteinander verbunden. Besonders im Herbst, wenn die Stürme übers Meer jagen, kommen hier viele Touristen, um dieses Spektakel aus nächster Nähe zu erleben. Die aufregenden Bauwerke verteilen sich auf eine Strecke von 8.274 Metern zwischen Vevang und Karvag. 

Die Norweger verstehen sich wirklich auf's Bauen. Hut ab! Der fantasiereichste Baumeister war freilich immer schon die Natur, die hier in dieser Ecke der Erde tiefe Kerben in das Land geschlagen hat und zwar in Form von Fjorden, die auf dem Weg nach Norden quasi Dauerbegleiter sind.

Vor lauter Begeisterung ob dieser großartigen Landschaft haben wir uns dann wohl verfahren. Wir kamen gerade mal wieder aus dem gefühlt 500. Tunnel als unmittelbar vor uns eine schöne Brücke auf uns wartete.

Wir überquerten sie frohgemut, nachdem wir 13,50 Euro gelöhnt hatten. Hier musste sofort bezahlt werden, da diese Brücke nicht im "Auto-Pass-System" enthalten war. Im Anschluss wollte uns das Navi ständig zum Umkehren bewegen. Diese Aufforderungen ignorierten wir jedoch hartnäckig, auch weil wir von Aussichten wie dieser betört wurden:

Irgendwann kam uns die Sache aber doch komisch vor. Da hatten wir aber schon etwa 20 Kilometer zurück gelegt. Wir hatten Glück und erwischten einen freundlichen Norweger namens Emil, der auch noch fließend Deutsch sprach. Irgendwo im Süden von Kristiansund hatten wir offensichtlich einen nicht geplanten Richtungswechsel vorgenommen. Er lotste uns zurück über die besagte Brücke, berappten erneut zähneknirschend 13,50 Euro und dann sahen wir auch prompt den richtigen Wegweiser nach Trondheim. Wie gesagt, die Begeisterung war mit uns durchgegangen, half aber nichts, die Maut für die Brücke war damit ein zweites Mal fällig!

Nachdem wir die dritte Fähre des heutigen Tages von Kannestraum nach Halsa (Preis 15,17 Euro) genutzt hatten, nähern wir uns dem Tagesziel: Valsoytunet am Valsoyfjord.

Der Campingplatz Valsoytunet liegt idyllisch am Valsoyfjord, er ist sehr großzügig angelegt und verfügt auch über ein richtiges "Vertshus" (Wirtshaus). 

   

 

Für nicht eben günstige 345 Kronen bekommen wir hier wieder einen sehr schönen Stellplatz, mit dem wir mehr als zufrieden sind. Obwohl wir mitten in der Hochsaison sind, haben sich nur wenige Wohnmobilisten in diese Ecke Norwegens verirrt. Auch von den gefürchteten Mücken ist nichts zu sehen, es hat natürlich auch seine Vorteile, wenn die Temperaturen nicht so sommerlich sind, wie man sie erwartet!

Dienstag, 10. Juli 2012 (Tag 13)

Tagesziel: Bronnoysund, gefahrene Kilometer Valsoytunet - Bronnoysund: 541, Kosten für Übernachtung: 200 NKr (= 26,50 Euro) inkl. Strom

 

 

 

Heute hatten wir wieder einen "langen Kanten" zu bewältigen. Bis zum Bronnoysund mussten 540 Kilometer zurück gelegt werden. Das bedeutete, dass wir in Trondheim keinen Zwischenstopp einlegen konnten, um den beeindruckenden Nidarosdom zu besichtigen. Dafür würde die Zeit einfach nicht reichen und auch wenn man mit dem Wohnmobil sicher flexibler ist als mit einem Pkw, muss man doch immer wieder Prioritäten setzen, um sich nicht zu verzetteln.

Wir ließen Trondheim also links liegen und fuhren zunächst auf der E 39, dann auf der E 6 und wechselten bei Steinkjer auf den berühmten Kystriksveien, einer der schönsten Touristenstraßen der Welt, die 650 Kilometer lang ist und bis Bodo reicht.  Wir fuhren durch eine herrliche Küstenlandschaft, von der auch diese Schafe angetan waren:

In Holm fuhren wir auf eine von sechs Fährverbindungen die auf der "17" installiert sind. Für die Strecke von Trondheim nach Bronnoysund benötigt man ungefähr sechs Stunden (für ca. 380km). Das ist ein ziemlich anstrengender Schlauch. Auch wenn man zwischendurch  mit Aussichten wie dieser entschädigt wird: 

Die letzten Kilometer zum Thorgatten, dem berühmten "Berg mit dem Loch" sind auf einer sehr schmalen Straße zurückzulegen, oft nur einspurig. Dabei hatten wir eine Schrecksekunde zu überstehen. Plötzlich erblickte ich im Rückspiegel einen alten schwarzen Volvo-Kombi. Der Fahrer hatte es offenbar sehr eilig, er versuchte doch glatt mich zu überholen. Und das auf einer Fahrbahn, die nur für ein Fahrzeug gedacht war. Abenteuerlich! Er geriet aufs Bankett, kam ins Schleudern und konnte den Wagen gerade noch abfangen. Das brachte den Heißsporn gottseidank zur Besinnung und er fuhr dann die letzten Kilometer brav weiter hinter uns bis zum Parkplatz am Besucherzentrum.

Übernachten ist hier übrigens verboten! Und der Campingplatz, der nur einen Steinwurf weit vom Thorgatten liegt, hat uns nicht zugesagt, aber dazu später mehr.
Jetzt war erst einmal eine Wanderung auf den mystischen Berg angesagt. Hier geht's lang:

Wer jetzt aber einen schönen, gut begehbaren "Weg" erwartet hatte, der wird enttäuscht. Der Weg entpuppt sich als "Geröllhalde", die Bezeichnung Pfad würde ich vermeiden. Einzig die Treppenstufen erinnern daran, dass es hier tatsächlich zum Loch hinauf geht. Natürlich begegneten uns auch immer wieder Wanderer, die uns bestärkten, nicht aufzugeben und tatsächlich, nach etwa 35 Minuten, waren wir oben angekommen. Voraussetzung für eine Wanderung ohne böse Überraschungen sind selbstverständlich gutes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung und ein bißchen Kondition. Da wir mit letzterer nicht übermäßig gesegnet sind, brauchten wir auch länger als in den meisten Beschreibungen genannt. Meine Frau war derart geschlaucht, dass sie sich nur bis zum Höhleneingang wagte und sich dann auf den Rückweg machte. Folgende Bilder zeigen einerseits die Faszination dieser Landschaft und andererseits den nicht zu unterschätzenden Weg:

Jetzt stand ich also hier vor dem 258 Meter hohen Berg, dieser außergewöhnlichen Laune der Natur und fragte mich wie dieses Loch entstehen konnte. Die Wissenschaft erklärt das mit langer und geduldiger Arbeit, die Eis und Wasser in Jahrmillionen verrichtet haben. Das Ergebnis ist eine einzigartige "Kathedrale im Fels", die 35 Meter hoch, 20 Meter breit und unglaubliche 160 Meter lang ist.

Die wissenschaftliche Erklärung ist für Reisende mit Fantasie naturgemäß immer etwas trocken und uninspiriert. Da ist die Sage über die Helgelandsberge doch viel interessanter. Danach entstand der Thorgatten als der Pferdemann aus verschmähter Liebe nach seiner Angebeteten schoss, die vor ihm floh. Der König des Somnafjellet sah das und warf seinen Hut dazwischen. Der Pfeil des Pferdemanns durchbohrte darauf hin den Hut und es entstand ein Loch, vor dem ich nun ehrfürchtig stand.

Noch interessanter als das Loch sind die Aussichten auf der anderen Seite. Dazu muss man freilich erst jede Menge Holzstufen hinunter (und bei der Rückkehr natürlich wieder hoch!) steigen. Nach einigen Augenblicken des Innehaltens steht man dann aber mit staunenden Augen vor den vielen kleinen Inseln und Inselchen, die alle Aufstiegsmühen in Windeseile vergessen machen.

Wenn man Glück hat, fährt unten vielleicht ein Schiff der Hurtigrute vorbei. Das ist aber bei diesen Aussichten gar nicht nötig, denn was die Natur hier zur Schau stellt, ist Attraktion genug. Nachdem ich meine Bilder geschossen und alles in mich aufgesaugt hatte, machte ich mich auf den Rückweg zu meiner Frau, die am Parkplatz wartete. Ich schwärmte ihr von den vor mir liegenden Inseln vor, die sicher noch ganze Touristen-Generationen erfreuen werden.

Es war spät geworden und wir brauchten noch einen Stellplatz. Richtung Horn, einige Kilometer nördlich von Bronnoysund, wurden wir dann fündig. "Mosheim Camping Anna Jensen" (Adresse: Mosheim, 8900 Bronnoysund) hat zwar keinen eigenen Internetauftritt, aber viele liebevolle Details wie Mülltonnenhäuschen, Briefkästenhäuschen, die fantasiereich gestaltet sind und auf den Besucher sehr einladend wirken. Manche mögen es kitschig finden, uns hat es gefallen. Und auch der Preis mit günstigen 200 Kronen (etwa 26,50 Euro) war sehr einladend. An diesem Tag brauchten wir auch keine Dusche mehr, wir waren nur noch müde und schliefen daher bald ein.

Mittwoch, 11. Juli 2012 (Tag 14)

Tagesziel: Tommerneset, gefahrene Kilometer Bronnoysund - Tommerneset: 455, Kosten für Übernachtung: 200 Kronen (= 26,50 Euro inkl. Strom, Dusche ... und Mücken)

 

 

 


Heute standen wieder drei Fährüberfahrten auf dem Programm und die alles entscheidende Frage, ob wir für den morgigen Donnerstag Tickets für die Walsafari in Andenes reservieren sollen oder nicht. Leider war das Wetter nämlich wieder so unvorhersehbar mit einem unheilvollen grauen Wolkengemisch, das schlecht einzuschätzen war. Aber wir hatten noch ein paar hundert Kilometer bis Andenes zurückzulegen und erfahrungsgemäß ändert sich das Wetter in diesen Breitengraden stündlich.

So verließen wir denn unseren romantisch-verträumten Campingplatz in Mosheim dennoch verhalten optimistisch und setzten die Fahrt auf der Nr. 17 fort. Die erste fähre von Horn nach Andalsvagen versetzte unseren Erwartungen dann aber doch einen Dämpfer. Hier hatte man offensichtlich einen "Seelenverkäufer" reanimiert und  notdürftig seetauglich gemacht. Das Bild, das sich uns auf dieser Rostlaube bot, korrespondierte herrlich mit den düsteren Wetteraussichten.

Wir haben ja nun schon ein paar Dutzend dieser Fähren genutzt und können daher ganz gut beurteilen, wie diese Transportmittel in Schuss sind. Auf der nach unten offenen Bewertungsskala fiel diese aber mit Sicherheit in die Kategorie "unterirdisch". Angesichts dieser öden Fortbewegung wirkten die Landschaftsbilder doch schon fast wieder versöhnlich.

Wir beschlossen daher, die Reservierung für die Walsafari zu riskieren. Schlechter als 2009 konnte es nicht laufen. Damals verhinderten Dauerregen und Nebel eine Ausfahrt aus dem Hafen von Andenes. Nachdem wir diesmal jedoch mit dem Womo unterwegs und damit flexibler in unserer Zeitplanung waren, riskierten wir eventuelle Wetterkapriolen und riefen in Andenes an, um zwei Tickets für die Walsafari zu reservieren, die um 16.00 Uhr starten sollte. Da eine Anzahlung fällig ist, sollte man seine Kreditkartendaten griffbereit haben. Im Übrigen kostet der Spaß 890,00 NKr, also 120,00 Euro.

Es folgten zwei weitere Fährfahrten und zwar von Forvik nach Tjotta und von Levang nach Nesna. Heute mussten wir insgesamt 413,00 Kronen für die Fähren bezahlen, also etwa 56,00 Euro. Von Nesna ist es nicht mehr weit bis Mo i Rana. Und von dort nur noch ein Steinwurf zum nördlichen Polarkreis bei 66' 33' N. Das Polarkreiscenter liegt direkt an der E 6 am Saltfjell.

 

Hin und wieder fing es an zu tröpfeln, aber das änderte nichts an der Faszination, die von dieser Landschaft ausgeht. Wir befinden uns hier etwa auf 680 Metern über dem Meer, direkt an der Grenze zum Saltfjellet-Svartisen-Nationalpark. Wir erfreuten uns an den Steinmännchen, die auch hier, ähnlich wie auf dem Dalsnibba, zu tausenden errichtet wurden, und natürlich an dem Troll mit der großen Norweger-Flagge. Im Polarkreiscenter selbst haben wir uns natürlich ebenfalls ausgiebig umgesehen und ein paar Souvenirs erstanden. Das Fast-Food-Restaurant haben wir hingegen nicht besucht, denn bei Preisen jenseits von 20 Euro für ein Hamburger-Menü hat man plötzlich gar keinen Hunger mehr.

Ab jetzt würde die Sonne nicht mehr untergehen. Ob wir sie auch in der Nacht sehen würden, ist hingegen eine andere Frage, die nur der Wettergott beantworten kann. Da man nördlich des Polarkreises aber sehr schnell jegliches Zeitgefühl verliert und der Körper (vergeblich) auf die eintretende Dunkelheit wartet, empfiehlt sich immer ein Blick auf die Uhr. Und bei Tagestouren von mehr als 400 Kilometern ist es ohnehin ratsam, sich und dem Fahrzeug Ruhephasen zu gönnen.

Da eine Gletschertour ohnehin nicht vorgesehen war, zogen wir es vor, Strecke Richtung Lofoten zu machen. Wir suchten uns ein Quartier, das unweit von Bognes liegen sollte. Denn am nächsten Tag wollten wir von dort mit der Fähre auf die Lofoten übersetzen. Etwa 50 Kilometer von Bognes entfernt fanden wir in Tommerneset, an der E 6 gelegen, einen schönen Campingplatz. Leider habe ich hierzu keine Homepage gefunden, lediglich die GPS-Daten: N67°54'22.7", E15°52'21.6" 67.906306, 15.872667.

Der Platz war gemütlich und mit allem ausgestattet, was man braucht. Die Platzbetreiberin war ausgesprochen freundlich und bemüht und sie sprach sogar ziemlich gut Deutsch. An diesem Abend machten wir zum ersten Mal während unserer Reise Bekanntschaft mit einem Heer von Mücken. Hier zeigte sich die Schwäche unseres Womos. Der Mückenvorhang war nur eine äußerst dürftige Vorrichtung, der seinem Zweck kaum gerecht wurde. Das ist der Preis bei den kleineren Wohnmobilen, den man zahlen muss. Aber auch damit konnten wir ganz gut leben.

In der Küche traf ich auf einen Franzosen, der eine ungleich längere Anreise zu bewältigen hatte als wir. Trotz meiner nur mäßigen Englisch-Kenntnisse kam aber eine relativ gute Unterhaltung zustande. An diesem Abend nahm ich mir (wieder eimal) vor, meine Englisch-Kenntnisse zu vertiefen.

Teil VI meines Berichts endet an dieser Stelle. Wenn Sie Lust auf eine Walsafari und die Postkartenlandschaften von Reine haben, klicken Sie auf den entsprechenden Link.

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